Handschuhe zählen zur persönlichen Arbeitsausrüstung. Man unterscheidet dabei Arbeitshandschuhe, welche die Hände lediglich vor Schmutz schützen und Schutzhandschuhe, welche gesetzliche Normen beim Arbeitseinsatz erfüllen. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitsschutz entsprechend bei bestehender Gefährdung geeignete Handschuhe in ausreichender Menge und verschiedenen Größen zur Verfügung stellen.
Die Kennzeichnung der Handschuhe gibt Auskunft über die Größe und Anwendungsbereiche, welche in drei Risikoklassen über die jeweilige Schutzwirkung informiert. Bei geringen Risiken ist ein Handschuh der Kategorie I geeignet, beispielsweise ein Gartenhandschuh. Kategorie II und Kategorie III Handschuhe unterliegen einer Baumusterprüfung. Die Schutzwirkung umfasst entsprechend der Sicherheitsrichtlinien sechs Unterpunkte. Thermische Gefährdung durch Kälte und Hitze; Gefährdung durch Hautkontakt mit Bau- und Werkstattchemie; mechanische Belastung der Handschuhe werden bezüglich Durchstichfestigkeit, Schnittfestigkeit, Abriebfestigkeit und Gefährdung durch Schlag definiert. Weitere Kriterien sind biologische Gefährdung und der Einsatz bei Arbeiten mit elektrischem Strom. Eine beiliegende Bedienungsanleitung erlaubt Rückschlüsse auf den geeigneten Verwendungszweck der Handschuhe.
Handschuhe sind entsprechend der benötigten Greifeigenschaften in verschiedenen Formen erhältlich. Für grobe Arbeiten sind Fausthandschuhe oder Dreifingerhandschuhe geeignet. Fünffingerhandschuhe ermöglichen größte Beweglichkeit bei feineren Arbeiten. Lange Stulpen schützen zusätzlich die Unterarme, elastische Bündchen fixieren den Sitz anliegender Handschuhe. Das Material der Handschuhe richtet sich nach dem entsprechenen Zweck. Ein robuster Lederhandschuh schützt bei mechanischer Beanspruchung, Mineral- und Glasfasern ersetzen in modernen Hitzeschutzhandschuhen die Einlage aus Asbest. Ein atmungsaktiver Strickhandschuh schützt vor Kälte, er kann zusätzlich mit feuchtigkeitsundurchlässiger Kunststoffbeschichtung versehen werden.
Für einmaligen Gebrauch im Gesundheitswesen oder der Lebensmittelindustrie geeignet ist ein eng anliegender Nitrilhandschuh, gepuderte Innenseiten erleichtern das Anziehen. Gummihandschuhe werden oft zur Vermeidung übermäßiger Schweißbildung mit Textileinsätzen am Handrücken gearbeitet. Innenfutter aus Geweben wie Kevlar oder Normex zeichnen sich durch hohe Festigkeit, Dehnbarkeit und Resistenz gegenüber Laugen und Säuren aus. Latex wird aufgrund von Hautunverträglichkeit immer mehr durch synthetische Materialien ersetzt. Hier im Online-Shop sind auf alle beruflichen Anforderungen zugeschnittene Handschuhe in großer Auswahl erhältlich.



