Morsekonus-HSS-E, Sechskantschaft oder SDS bezeichnen Einsatzwerkzeuge größeren Durchmessers mit verschiedenen Schaftformen. Wenn sich beim Bohren das Material als widerstandsfähiger erweist, also härter ist, als die Bohrmaschine Drehmoment überträgt, bleiben Metallbohrer oder Steinbohrer ohne Morsekonus-HSS-E einfach stehen. Die Werkzeugaufnahme rutscht durch und dreht sich dann um einen runden Standard-Bohrerschaft. Wenn man anders herum einen Bohrer mit Morsekonus-HSS-E verwendet, und die Mitnahmeflächen den Bohrer drehen wollen, aber die Leistung zu gering ist, blockiert die Werkzeugmaschine. Bevor Torsionskräfte das Einsatzwerkzeug verformen, bricht eher die Antriebsachse. Kraftvolle Bohrer mit Morsekonus-HSS-E sollte daher hinsichtlich geeigneter Größe und Drehzahl auf das zu bohrende Material abgestimmt sein und grundsätzlich nach Herstellerangaben verwendet werden, um Schäden durch Überlastung zu vermeiden.
Das Prinzip bei Morsekonus-HSS-E basiert auf gleichmäßiger Kraftübertragung durch die konische (sich zum Ende hin verjüngende) Form und das abgeflachte Ende des Bohrerschafts. Der Außenkonus des Einsatzwerkzeugs wird maschinenseitig in den Morsekonus-HSS-E mit Innenkonus eingesteckt. Morsekonus-HSS-E ermöglicht einen genauen Rundlauf, was besonders bei langen Bohrern von Vorteil ist. Schaft und Hülse bei Morsekonus-HSS-E werden in sieben genormten Maßen verwendet. In der Werkzeugmaschine befindet sich immer die größtmögliche Aufnahme für Morsekonus-HSS-E, bohrerseitig sind die Schäfte dem Nutdurchmesser angepasst. Die Passform kleiner Morsekonus-HSS-E wird mit einer Reduzierhülse erreicht, die in den Werkzeughalter eingesetzt wird. Nach Gebrauch wird der Bohrer mit einem Austreibkeil herausgeschoben.
Schweisspunktbohrer in langer Ausführung werden überwiegend im Karosseriebau verwendet, um mit einer Handbohrmaschine Schweißpunkte sauber und gratfrei auszubohren. Kurze Schweisspunktbohrer finden wie Automatenbohrer Verwendung zum Bohren dünner Bleche auf stationären Maschinen. Flache Aussparungen in Holz und andere spanbare Werkstoffe fertigen Kunstbohrer.
Die meisten Bohrer zur Metall-, Stein- und Holzbearbeitung sind als kostengünstige Bohrersätze im Angebot. Neben unterschiedlichen Einsteckenden wie SDS, Zylinder- oder Sechskantschaft sind ihre Schneiden geschliffen, rollgewalzt oder zum Schneiden spröder Werkstoffe mit Diamantstaub berieselt. Spezialwerkzeug wie Maschinengewindebohrer, Senker und Lochsägen gehören zur Profi-Ausrüstung vieler Handwerksberufe.



