Teiche anlegen und gestalten
Susan L. und Loreen H. schrieben:
Endlich ist es wieder soweit, die Gartensaison ist in vollem Gange! Wir nutzen jeden freien Tag um in unserem kleinen Garten zu entspannen und ihn zu verschönern. Ein schöner Blickfang und ein Plätzchen zum beruhigen ist zum Beispiel ein Teich. Er ist ein Biotop für Pflanzen und Tiere, sowie eine Oase für Menschen.

Arten von Teichen
Es gibt fertige Plasteteiche die man schnell und einfach einsetzen kann.
Auch gibt es Teichfolien die man individuell auslegen kann je nach Wunsch des Gestalters.
Eine sehr schöne aber auch aufwändige Methode ist das Betonieren eines Teiches, dies empfiehlt sich vor allem bei größeren Objekten.
Bitte beachten sie:
- dass keine spitzen Gegenstände oder größere Wurzeln im Boden den Teich behindern, da die
Folien bzw. Plaste sonst reißt, Lufträume zwischen Erde und Teich sollen am Besten mit
Sand aufgefüllt werden
- dass der Teich nicht den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt ist. Die
Wassertemperatur sollte nicht so hoch sein ( nicht höher als 15° C), da sich sonst der
Teich mit Algen zusetzt und das Wasser immer trüb bleibt
- die Größe und Stärke einer Pump- und Filteranlage richtet sich nach der Literzahl an
Wasser des Teiches (besonders wichtig ist dieser Punkt wenn Fische im Teich sind, da
sie Sauerstoff benötigen und zusätzlich durch Absonderungen das Wasser verschmutzen)
- Pumpe und Filter müssen regelmäßig gereinigt werden da sie sonst verstopfen und das
eigentlich gefilterte Wasser wieder schmutzig in den Teich gelangt
- ein Teichnetz schützt vor Fischräubern z. B. Katzen, Fischreier, Enten…, und
verhindert das Laub die Wasseroberfläche verschmutzt
- Sollte doch einmal das Wasser verschmutzt sein, z. B. durch das Mähen des Rasens oder
Fadenalgen dient ein Kächer.
Zum Einpflanzen von Wasserpflanzen gibt es bestimmte Teicherde und Pflanzkörbe. Eine andere Variante wäre das anhäufen der Pflanze mit Kies, damit die Wurzeln halt bekommen.
Teichzonen und Pflanzen:
· Tiefwasserzone: 50cm – 1,60cm
· Niederwasserzone: bis ca. 40cm
· Feuchtzone / Teichanschlusszone: feuchter Übergang zur Gartenlandschaft
· Uferzone: die den Teich unmittelbar umgebende Bepflanzung
Feucht- und Uferzone:
- Iris
- Spider-Lilien
- Bachnelkenwurz
- Wollgras
- Moor- und Sumpfbinsen usws
Sumpfzone:
- Teichschachtelhalm
- Rohrkolben und Schilf
- Sumpfblutauge und Sumpfsimse
Flachwasserzone:
- Sumpfdotterblumen
- Schwanenblume
Tiefwasserzonen:
- Am Beliebtesten sind Seerosen in unzähligen Farben im Gartenteich.
Sobald sich Ihre neuen Teichpflanzen gut entwickeln, werden sie ihrerseits zu klarem Wasser und zu einem gesunden Lebensraum für Ihre Fische und Wassertierwelt beitragen. Selbstverständlich können Ihre Pflanzen keine Teichfilteranlage ersetzen, welche Ihre Wasserqualität langfristig gesund erhält.
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Hallo Susann und Doreen,
ich habe auch noch einen Tipp, was den Gartenteich verschönert:
Siamesische Kampffisch – Betta splendes
Nicht nur ein optischer Hinkucker, sondern in vielen Augen auch einer der schönsten Fische, die im heimischen Aquarium ein zu Hause finden können. Der Siamesische Kampffisch, Betta splendes.
Vor allem in Thailand und Kambodscha beheimatet, leben sie in stehenden Gewässern aller Art. Selbst in kleinsten Pfützen, wie den Trittspuren von Wasserbüffeln sind sie aufzufinden. Sie stellen an die Wasserqualität wenige Ansprüche. Trotz allem wäre die beste Wasserqualität ein pH-Wert von 6 bis 8, bis 20° dGH möglich, sowie einer Wassertemperatur von 22 – 30°C.
Die Siamesischen Kampfische werden maximal 6.5 cm groß und erreichen ein maximales Alter von ca. 2 Jahren. Der Kampffisch hat in seiner Entwicklung zahlreiche Färb- und Flossenformen hervorgebracht. Vorherrschend sind zwar die Farbeformen Blau, Rot und Grün, aber auch weitere Farbkombinationen und Flossenformen kommen vor. Neben den normalen Großflossen, die schon seit vielen Jahren in der Aquaristik bekannt sind, kommen in den letzten Jahren verstärkt weitere Formen auf den Markt. Dazu Zählt der Crown Betta, bei dem die Flossenstrahlen den Flossenrand überragen und so dem Fisch ein etwas zerfetztes Äußeres geben, oder die Formen mit zweifach oder sogar vierfach geteilten Rücken- und Schwanzflossen. Der wilde Kampffisch ist meist rot-braun mit grünglänzenden Schuppenreihen und besitzt fahnenartig vergrößerte After- und Rückenflossen sowie schmale lange Bauchflossen. Daneben gibt es weitere Arten, die vor allem von den Spezialisten gepflegt werden und aus Japan oder Südostasien stammen.
Die Männchen haben in der Naturform vergrößerte Flossen und deutlich kräftigere Farben als das auch kleinere Weibchen. Das Männchen ist schöner als das Weibchen. Bei den Zuchtformen haben die Männchen sehr stark vergrößerte Flossen.
Die Siamesischen Kampffische gehören zu den Labyrinthfischen. Sie sind nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen und können über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff aufnehmen. Jedoch darf diese Luft nicht kühler sein als das Wasser, da sonst die Gefahr einer Erkrankung rapide steigt.
Die Zucht der Kampffische gestaltet sich recht einfach. Das Männchen baut ein Schaumnest,
welches mit Pflanzen an der Wasseroberfläche befestigt ist und bewacht dieses. Nach
einigen Tagen lockt es das Weibchen unter das Nest worauf sie darunter ablaicht. Die
Jungen schlüpfen nach etwa 24 Stunden und schwimmen nach weiteren 2-3 Tagen frei.
Sie können dann mit feinstem Lebend- und Staubfutter aufgezogen werden.
Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen, das Männchen, sobald die Jungen
freischwimmen, aus dem Zuchtaquarium in ein normales Haltungsaquarium zurückgesetzt
werden.
Das Wachstum der Jungen geht relativ zügig. Die Männchen darunter müssen vereinzelt
werden, sobald erste Auseinandersetzungen auftreten.
Hochzuchten finden heute überwiegend nach den vom IBC (International Betta Congress)
aufgestellten Standards statt. Hier spielen Kriterien wie Größe, Symmetrie, Proportion und
Gestalt, für den Körperbau zu 1/3 und für die Flossen zu 2/3, in der Bewertung eine Große
Rolle. Solche Standards gibt es für die jeweiligen Zuchtformen Halfmoon, Crowntail, Veiltail,
Roundtail, Doubletail, Plakat (traditionell) und Halfmoonplakat.
Das Verhalten der Männlichen Kampffische ist untereinander sehr aggressiv. Sie bedrohen sogar ihr Spiegelbild. Es kann auch vorkommen, dass sie andere bunte und langflossige Fischarten angreifen, wie zum Beispiel einen männlichen Guppy. In ihrer Heimat werden sie bereits seit dem 19. Jahrhundert zu Fischkämpfen eingesetzt.
Die Weibchen sind untereinander sehr friedlich. Im Grunde sind sowohl Männchen und Weibchen im Sozialverhalten anderen Fischarten gegenüber sehr friedlich. Der Kampffisch kann mit allen anderen friedlichen Fischen zusammen gepflegt werden, die seine großen Flossen nicht anknabbern.
Die Siamesischen Kampffische sind Allesfresser, die gern Mückenlarven fressen. Sie nehmen aber auch Trockenfutter an.
Wenn man sich diesen Fisch anschaffen möchte braucht man ein Aquarium ab 60cm Kantenlänge. Auf eine zusätzliche Belüftung kann verzichtet werden und eine zu starke Wasserbewegung ist nicht gut für diese Fische und es zerstört das Schaumnest.
Viele Grüße Saskia