Arbeitsschutz geht uns ALLE an!

– Sicheres Heimwerken mit Ohrstöpsel, Schutzbrille & Co.

Der Tischlermeister schimpft mit seinem Azubi: „Um Gottes willen, stell´ dich doch an der Kreissäge nicht so dumm an. Was alles passieren kann, wenn du nicht aufpasst, das kannst du dir ja an deinen acht Fingern abzählen.“

So oder ähnlich läuft es in vielen Handwerksbetrieben tagtäglich ab. Doch nicht nur in Betrieben sollte auf den Arbeitsschutz geachtet werden. Denn oft soll es auch daheim schnell gehen… die neue Küche aufbauen, das Wohnzimmer streichen oder Fliesen im Bad verlegen. Bei aller Eile sollte aber auf gar keinen Fall die persönliche Sicherheit zu kurz kommen. Arbeitsschutzartikel in Form von Ohrstöpseln, Schutzbrille und Atemschutz sind leicht zu beschaffen und verhindern, dass das Heimwerken zu einem Fiasko wird.

Wichtigste Regel: Nicht im Ruck-Zuck-Verfahren handeln
Zeitdruck schadet nicht nur dem Material und dem Ergebnis, sondern im schlimmsten Fall auch Ihnen selbst. Neben der richtigen Vorbereitung, z.B. das Fixieren von Werkstücken, spielt bei allen Bauvorhaben der Arbeitsschutz eine entscheidende Rolle. Je nach Einsatz, geht dieser über ein Paar Handschuhe hinaus. Die persönliche Schutzausrüstung setzt sich aus Sicht-, Atem- und Gehörschutz zusammen. Hinzu kommen Arbeitshandschuhe und Sonderausstattungen für spezielle Arbeiten, wie beispielsweise das Schweißen.

1. Schützen Sie Augen und Hände

Beim Abschlagen alter Fliesen sowie beim Sägen sollte grundsätzlich eine Schutzbrille getragen werden, damit keine Holzspäne oder Keramiksplitter in die Augen geraten. Wichtig ist, dass Arbeitshandschuhe an der Handkreissäge und an der Bohrmaschine nicht empfehlenswert sind, da sich das Material im rotierenden Bohraufsatz oder im Sägeblatt verfangen kann.

Bei anderen Tätigkeiten, beispielsweise Schleifen oder Meißeln, schützen sie vor möglichen Verletzungen. Herkömmliche Haushaltshandschuhe sind in solchen Fällen nicht geeignet. Den richtigen Schutz bieten nur spezielle Arbeitshandschuhe.

2. Vermeiden Sie Lärmbelastung

Bei Sägearbeiten ist zudem die Belastung für die Ohren nicht zu unterschätzen. Einige Kreissägen entwickeln einen Lärmpegel bis zu 100 Dezibel und schaden dem Gehör mehr als ein Presslufthammer. Empfohlen wird ein Gehörschutz ab 85 db. Der auf der Verpackung angegebene SNR-Wert dient zur Orientierung beim Kauf. Er beschreibt die allgemeine Schalldämmung. Je höher die H-, M- und L-Werte sind, desto besser ist die Schalldämmung im jeweiligen Frequenzbereich. Für den sporadischen Gebrauch bei Renovierungsarbeiten genügen in der Regel Ohrenstöpsel aus Wachs, Silikon, Kunst- oder Schaumstoff. Wer öfters mit geräuschintensiven Elektrowerkzeugen arbeitet lohnt sich bereits ein Kapselgehörschutz. Als hochwertige Alternative gelten vom Hörgeräteakustiker individuell angefertigte Otoplastiken.

3. Schaffen Sie Raum zum Durchatmen

Auch Winkelschleifer mit hoher Leistung zählen zu den eher lautstarken Geräten. Beim Entfernen von Rost am Balkongeländer sollten Sie daher nicht auf Gehörschutz verzichten und außerdem zum Schutz vor herumfliegenden Metallspänen oder Funken Handschuhe, Schutzbrille sowie eine Feinstaubmaske tragen. Einweg-Atemschutzmasken bestehen aus Filtermaterial und verfügen je nach Modell über ein Ventil zum Ausatmen. Bei der Auswahl eines geeigneten Systems helfen folgende Angaben: Die Buchstaben FFP bestimmen den Grad der Durchlässigkeit der Maske in den Klassen 1 bis 3. Experten empfehlen beispielsweise für Schleifarbeiten an Holz und Metall bereits FFP2, im Umgang mit Isolier- und Dämmwolle oder bei Schimmelpilzen FFP3. Bei Arbeiten mit lösemittelhaltigen Farben und Lacken leisten Masken mit Aktivkohlefilter den besten Schutz. Wenn Sie unsicher sind, ob der jeweilige Atemschutz für seine Zwecke ausreicht, können Sie sich vom Fachspezialisten beraten lassen.

4. Auf die richtige Kleidung kommt es an
Auch ein Blick auf die restliche Kleidung lohnt sich. Sie sollte bequem sein, möglichst eng anliegen (d.h. nicht im Wind herumflattern) und je nach Einsatz nicht entflammbar sein. Uhren und Schmuck (wie Ringe und Ketten) erweisen sich beim Heimwerken oft als gefährlich und gehören nicht an den Arbeitsplatz oder auf die Baustelle. Ein Tip vom handwerker-versand: „Lange Haare können nicht nur die Sicht behindern, sondern in laufende Maschinen geraten und sich dort aufwickeln. Am besten binden Sie sich die Haare zusammen.“

Was Sie sonst noch beachten sollten:

Um Unfälle zu vermeiden, ist bei allen Tätigkeiten auf genaue Kenntnis sowie ein einwandfreier Zustand des Werkzeugs zu achten. Elektro- und Schneidwerkzeuge sollten regelmäßig gewartet und überprüft werden. Werkstücke müssen ordentlich fixiert werden, Leitern einen festen Stand haben. Ergonomisch geformte Handwerkzeuge mit rutschfestem Griff tragen ebenfalls entscheidend zum sicheren Arbeiten bei.

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