Totensonntag: Grabgestecke selbst gemacht

Über selber gebastelte Geschenke hat sich die Oma schon zu Lebzeiten gefreut und natürlich ist es auch besonders schön, wenn man ein Grabgesteck selber und ganz individuell für die Oma oder den Opa gestalten kann.

Grabgestecke selbst basteln

Persönliche gestaltete Grabgestecke mit viel Liebe gemacht


Es gibt verschiedene Varianten und 2 davon werde ich euch heute einmal vorstellen.

Der Grabstrauß

Der Grabstrauß ist die einfachste Version, die sich aber besonders gut für Urnengräber eignet, denn so ein Strauß ist nicht allzu groß.

Zuerst benötigt man eine schöne symmetrische Spitze eines Tannenastes (ca. 30 – 40 cm lang). Weiterhin viele etwas kürzere Zweige (ca. 20 – 30 cm lang), blaugeglühten Bindedraht und diverse getrocknete Dekoartikel.

Man nimmt den größeren Ast als Basis, so groß wird der Strauß am Ende sein. Anschließend legt man immer im Wechsel Dekoartikel und Tannenzweige in verschiedenen Höhen und Abstufungen, so dass der Strauß einen „Bauch“ bekommt, an.
Zum Schluss nur noch fest mit Bundedraht zubinden und FERTIG.

Der Doppelgrabstrauß

Er ist gut für normale Gräber geeignet, weil er etwas Größer ist und somit mehr Fläche verdeckt, was auch gleichzeitig vor Kälte im Winter schützt. So kann man sich das Abdecken des Grabes mit Reißig und Tannengrün sparen.

Man benötigt in diesem Fall zwei möglichst gleichgroße Spitzen eines Tannenzweigs (ca. 40 cm) und natürlich wieder viele etwas kleinere Stücke. Außerdem wieder diverse Dekoartikel und Bindedraht und nicht zu vergessen Steckmasse.

Zuerst werden die zwei großen Äste am Schnittende mit Bindedraht fest zusammen gebunden. Danach setzt man die Steckmasse (ca. ein halber Ziegel) in die Mitte der beiden Äste und umwickelt sie mit dem Draht und befestigt sie so an den beiden großen Ästen. Dafür braucht man etwas Fingerspitzengefühlt, denn man darf den Draht nicht zu fest und nicht zu locker binden.

Nun arbeitet man die Basis mit Tannengrün aus, sodass die Steckmasse nicht mehr zu sehen ist und so dass das Gesteck in der Mitte etwas höher wird.

Als letztes steckt man dann nach Belieben seine Dekoartikel in den Steckschaum. Wenn man in dieser Reihenfolge arbeitet, kann man sicher gehen, dass man die Steckmasse zum Schluss nicht sieht. Wenn man erst die Dekosachen hinein steckt und danach die Tanne, ist es komplizierter die Steckmasse zu verdecken.

Alternativ können natürlich auch Fichtenzweige, Koniferen oder gemischte Zweige verwendet werden.

Und jetzt viel Spaß beim Selbermachen!!

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Kommentar

 
  • Fine sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich gehe nun auch bald auf die Beerdigung von einer Bekannten und überlege nun schon ob ich einen schönen Grabschmuck kaufen sollte. Allerdings haben mich die Preise etwas abgeschreckt, da ich damit nicht gerechnet habe. Ich werde dann auch mal versuchen den Grabschmuck selber zu gestalten.

 

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