Das A und O der Handsägen

Die Handsäge ist eines der Standardwerkzeuge im Bestand eines Handwerkers. Ihr Sägeblatt ist in einen Rahmen aus Holz, Metall oder Kunststoff gespannt und wird mit der Hand bedient. Je nach Art der Handsäge, ist sie für schwere, normale oder auch sehr feine Arbeiten geeignet.

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Sägen benötigt jeder Hand- und Heimwerker.
Selbst Gärtner kommen ohne Säge nicht aus.

Das Sägeblatt

Beginnen wir bei dem wichtigsten Teil einer Handsäge: dem Sägeblatt. Dieses besteht aus einer Vielzahl von Zähnen, welche hintereinander liegend angeordnet sind. Sie sind gehärtet, haben eine geringe Schnittbreite und weisen eine Keilform auf. Durch die Schneide wird das zu bearbeitende Stück in mehreren Ebenen gleichzeitig zerspant. Die Lücken zwischen den Zähnen nehmen beim Sägen die Späne auf und befördern sie aus der Schnittfuge heraus.

Zahnteilung

Ein sehr wichtiger Teil des Sägeblatts ist die Zahnteilung, welche den Abstand von einer Zahnspitze zur nächsten und dadurch die Größe der Lücken für das Aufnehmen der Späne angibt. Welches Sägeblatt mit welcher Zahnteilung man wählen sollte, hängt ganz von der Dicke und Härte des zu bearbeitenden Materials ab. Möchten Sie weiches Metall bearbeiten bzw. lange Schnittfugen erhalten, so müssen Sägeblätter mit einer gröberen Zahnteilung gewählt werden. Dadurch verstopfen die Spanräume nicht.

Beim gegenteiligen Gebrauch, also beim Sägen von harten Metall und gewünschten kurzen Schnittfugen, aber auch zum Schneiden von dünnwandigen Rohren und Profilen und Blechen, sollten Sie lieber ein Sägeblatt mit einer feineren Zahnteilung verwenden. Das hat auch den Vorteil, dass mehrere Zähne beim Sägen zum Einsatz kommen und dadurch die einzelne Schneide geschont wird, was wiederum auch das Sägeblatt länger scharf bleiben lässt. Bei der Zahnteilung wählt man meistens nach DIN 1837 fein und DIN 1838 grob.

Zahnform

Damit die Handsäge auch nach Wunsch funktioniert, ist die Zahnform, also die Kontur der Zahnschneide und des Zahngrundes, wichtig. Welche Zahnform Sie nutzen sollten, hängt ganz von dem Material ab, was Sie bearbeiten möchten und wie groß und breit dieses ist. Bei den Sägeblättern der Handsäge finden normalerweise Spitzzähne Verwendung, die auf Stoß, schwach oder auch stark auf Stoß gefeilt sein können.

Das Sägeverfahren

Die Handsäge verfügt über ein Sägeblatt, mit welchem man hin- und hergehende Bewegungen ausführt. Hierbei gibt es beim Schneiden jedoch nur eine Bewegungsrichtung, nämlich die Zugrichtung des Sägebügels. Beim Rückhub müssen Sie das Sägeblatt vom dem bearbeitenden Stück abheben, damit Sie die Schneide nicht beschädigen. Durch den Rückhub und die wenigen Zähne, welche im Einsatz sind, sind Handsägen von ihrer Schnelligkeit natürlich nicht mit anderen Sägetypen vergleichbar.

Arten der Handsäge

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Handsägen. Diese teilt man in der Regel nach gespannten oder ungespannten Sägeblatt ein. Einige Beispiele der Unterteilung stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Gespanntes Sägeblatt

Bügelsäge

Die Bügelsäge ist ein sogenanntes Universalwerkzeug, bei welchem wir Ihnen empfehlen würden, gleich zwei verschiedene Sägeblätter im Bestand zu haben. Zum einen wäre da das Blatt mit der Fleam-Zahnung, bei dem die Zähne in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind. Dadurch ist es besonders gut zum Sägen von gelagerten Holz geeignet. Das zweite Sägeblatt sollte im besten Fall eine Hobelzahnung vorweisen, wobei die Zähne in einem unregelmäßigen Abstand verteilt sind. Dieses Blatt kann sehr gut zum Sägen von grünem Holz genommen werden. Generell kann man mit der Bügelsäge auch breitere Objekte relativ sauber sägen.

Handbügelsäge

Die Handbügelsäge, kann man als kleineres Modell der Bügelsäge bezeichnen, bei dem jedoch das Sägeblatt durch einen Metallbügel gehalten wird. Je nach dem vorliegenden Sägeblatt eignet es sich für feinere Bearbeitungen von Metall oder Holz.

Laubsäge

Die Laubsäge ist mit einem speziellen Laubsägeblatt ausgestattet, wodurch man nicht nur geradlinig, sondern auch enge Kurven sägen kann. Sie wird häufig dazu verwendet, feine Muster ins Holz zu arbeiten, kann aber auch für das Sägen von dünnen Sperr- und Vollholzplatten verwendet werden.

Ungespanntes Sägeblatt

Fuchsschwanz

Zu einer der bekanntesten Handsägen mit ungespannten Sägeblatt gehört der Fuchsschwanz, welcher seinen Namen von seinem konisch zulaufenden Sägeblatt erhalten hat. Dadurch, dass dieses zudem relativ dick ist, ist es auch steif und kann ohne verstärkten Rücken auskommen. Somit ist es in der Schnitttiefe nicht eingeschränkt und kann universell eingesetzt werden. Durch seine groben Zähne eignet der Fuchsschwanz sich besonders für das Zersägen von Kunststoff und Holz, hinterlässt aber auch eine entsprechend grobe Schnittkante.

Japansäge

Auch sehr beliebt ist die Japansäge, welche nicht wie die meisten Handsägen auf Schub, sondern auf Zug arbeitet. Aus diesem Grund verfügt sie auch nur über ein sehr dünnes Sägeblatt, das wenig Kraftaufwand und feine Schnitte ermöglicht.

Feinsäge

Die Feinsäge ist ein bekanntes Modell der Handsägefamilie. Wie der Name schließen lässt, ist das Sägeblatt mit sehr feinen Zähnen ausgestattet. Zudem ist es relativ steif und hat einen verstärkten Rücken, wodurch die Säge feine und saubere Schnitte ermöglicht. Dadurch ist sie jedoch auch nur zum Sägen geringer Breiten geeignet.

Trummsäge

Dieses Modell wird vor allem von Holzfällern und Zimmerleuten verwendet, um Stämme oder Balken zu sägen. Sie ist eine sehr große Säge, von etwas 1,5 bis 2 Metern. Sie wird daher von zwei Personen bedient, die gegenüber stehend, jeweils ein Ende der Trummsäge in der Hand halten und sie abwechselnd in ihre Richtung ziehen. Damit das funktioniert, sind die Sägezähne von beiden Seiten her angeschliffen.

Wie Sie gelesen haben, ist eine Handsäge nicht gleich der anderen. Je nach Modell und Art des Sägeblattes kommen sie in verschiedenen Bereichen und bei unterschiedlichen Arbeiten zum Einsatz. Suchen Sie noch eine passende Handsäge für Ihren Bestand, dann finden Sie diese auf unserer Website.

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Kommentar

 
  • Fine sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich finde hier wird ganz gut zusammengefasst, wofür die einzelnen Handsägen am Besten benutzt werden sollten.

 

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