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Die richtige Gartenpumpe finden – darauf kommt es an

Gartenpumpen lassen sich häufig in Haushalten finden, die über einen Garten mit Teich, Brunnen oder Regentonnen verfügen. Es gibt unterschiedliche Arten von Gartenpumpen, die für jeweils andere Aufgabe die Anforderungen optimal meistern. Auch gibt es Unterschiede in der Qualität und beim Zubehör der einzelnen Gartenpumpen. Auf was gilt es also beim Kauf einer Wasserpumpe für den Garten zu beachten?

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Für eine optimale Gartenbewässerung benötigt man / Frau die passende Pumpe.

Anwendungsgebiete der Gartenpumpe

Mit einem eigenen Garten ist auch viel Arbeit verbunden. Gerade in den heißen Sommermonaten kann nicht mehr mit ausreichend Regen für alle Pflanzen gerechnet werden und es müssen andere Bewässerungsmethoden verwendet werden.

Mit der Gartenpumpe kann der ganze Garten mit Wasser versorgt werden. Manche Gartenpumpen schaffen es zudem Teiche oder überflutete Keller trockenzulegen. Genauso wird dieses Hilfsmittel häufig zur Reinigung der Terrasse oder des Balkons verwendet. Das Hauswasserwerk versorgt das Haus und den Garten schnell und mit bedarfsgerecht mit Wasser.

Wie funktioniert eine Gartenpumpe?

Mit einer Wasserpumpe kann Wasser von einem Ort zum anderen befördert werden. Es können Pflanzen damit gegossen werden und es kann Wasser abgesaugt werden. Letzteres wird häufig bei Überschwemmungen gemacht, um die Pflanzen vor dem Ertrinken zu bewahren.

Wasserpumpen werden mit Strom betrieben. Die Pumpe wird hierfür einfach an die Stromleitung des Hauses angeschlossen. Die Wasserpumpe wird im Übrigen auch als Strömungspumpe bezeichnet. Im Inneren befindet sich nämlich ein Laufrad, welches mit Düsen angetrieben wird und schließlich einen starken Unterdruck schafft. Dieser erzeugt eine starke Strömung und eine Saugkraft, mit der es möglich ist, auch Wasser aufzusaugen.

Kaufkriterien für eine Wasserpumpe

Eine Gartenpumpe für den privaten Gebrauch im Garten beispielsweise muss nicht teuer sein. Es gibt gute Gartenpumpen bereits für unter 100 EUR. Bei großen Bewässerungs- oder Entwässerungsprojekten kann der Preis einer dafür geeigneten Wasserpumpe schon 300 EUR betragen.

Auf was es auch ankommt, ist die Leistung. Hierbei gilt aber nicht, mehr ist mehr. Eine höhere Leistung geht meistens mit einer größeren Förderlänge einher. Die Leistung muss für einen niedrigen Brunnen nicht so groß sein, wie für einen tieferen, bei dem schließlich auch die Pumpe größer ist. Die richtige Förderhöhe, auch Förderlänge genannt, lässt sich erschließen, wenn klar ist, wie weit die Strecken zwischen dem Wasseroberfläche und Ausgang des Wassers ist.

Eine Förderhöhe von 40m ist in der Regel absolut ausreichend. Die Ansaughöhe bei Personen, die aus einem Brunnen pumpen wollen sollte mindestens 9m betragen. Zum auspumpen eines Pools ist eine Gartenpumpe mit einer Ansaughöhe von 6 oder 7m ausreichend. Genauso gilt es beim Kauf zu beachten, dass die Fördermenge groß genug ist. Die größte Fördermenge findet sich bei Geräten mit hoher Leistung.

Eine Fördermenge von etwa 4000 Liter ist der Richtwert bei einem Pool. Wer seinen Garten mit dem Regenwasser aus einer Tonne bewässern will, kann auch zu einer Wasserpumpe mit einer Fördermenge von ca. 3500 Liter greifen.

Ein Überlastungsschutz ist mittlerweile in fast allen Gartenpumpen integriert. Bei Überhitzung des Geräts, stellt es sich von selbst ab, sodass es nicht dadurch kaputt gehen kann. Ein anderes Kaufkriterium ist das Zubehör. In den meisten Gartenpumpen sind die nötigen Kleinteile wie Anschlussadapter und Befestigung für den Schlauch in der Packung des Produktes enthalten.

Arten von Gartenpumpen

Bei den meisten Gartenpumpen ist eigentlich von Bewässerungspumpen die Rede. Die Fördermenge einer Bewässerungspumpe beträgt etwa 2000 bis 4000 Liter und die Förderhöhe ist in der Regel auf 9m angesetzt. Diese Gartenpumpe kann ohne Weiteres auch für die Sprenkelanlage genutzt werden.

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Der perfekte Helfer, um einen großen Garten zu bewässern.

 

Eine andere Art von Gartenpumpe stellt die Tauchpumpe dar. Diese wird gerne zum Absaugen des Wassers in einem überfluteten Keller verwendet. Im Gegensatz zu den anderen Gartenpumpen arbeitet diese mit sehr wenig Druck, weshalb die Wasserpumpe nicht für den Rasensprenger taugt und auch keine große Förderhöhe hat.

Abgesehen von den Tauch- und Bewässerungspumpen haben manche Häuser ein eigenes Hauswasserwerk, welches die ausreichende Versorgung von Wasser sicherstellen soll, ganz unabhängig von der städtischen Wasserversorgung.

Das Hauswasserwerk kommt vor allem bei Häusern vor, in deren Garten sich eine Brunnen befindet. Es besitzt, anders als die anderen Wasserpumpen, einen elektronischen Druckschalter. Für das Auspumpen großer Wasserstellen, wie Teiche beispielsweise, werden häufig Schmutzwasserpumpen eingesetzt.

Eine normale Gartenpumpe wurde nach kurzer Zeit aufgrund von Steinen und anderem größeren Schmutz verstopfen. Das ist bei der Schmutzwasserpumpe nicht der Fall, denn diese ist weit weniger anfällig dafür. Wer eine Schmutzwasserpumpe kaufen will, muss auf die maximale Korngröße achten. Diese erlaubt eine größere Verschmutzung des Wassers, wenn sie selbst groß ist.

Gartenpumpen Hersteller

Es lohnt sich beim Kauf einer neuen Gartenpumpe auf Modelle von bekannten Herstellern zurückzugreifen. Namhafte Hersteller für Gartenpumpen sind unter anderem Gardena, Einhell, EDE, Makita, Metabo und Homa.

Wozu gibt es Gartenpumpen mit Druckschalter?

Nicht alle Gartenpumpen besitzen einen Druckschalter. Es sind vor allem Hauswasserwerke, die mit einem Druckschalter ausgestattet sind und schnell auf „sich ändernden Druck“ reagieren können.

An viele Gartenpumpen lässt sich aber zusätzlich ein Druckschalter montieren. Der Druckschalter reagiert auf größer und kleiner werdenden Druck, indem sich die Gartenpumpe aus- bzw. ausschaltet. Auf diese Weise wird das Wasser gleichmäßig transportiert.

Der gewünschte Wasserdruck kann vor Benutzung der Gartenpumpe eingestellt werden. Druckschalter sind relativ teuer, weshalb vor dem Kauf eines bestimmten Modells auf einige Kriterien, wie An- und Ausschaltzeit, Material, Trockenlaufschutz und Betriebsdruck, geachtet werden sollte.

Gartenpumpe und Hauswasserwerk – Was ist der Unterschied?

Ein Hauswasserwerk kommt zum Beispiel bei der Verwendung der Waschmaschine bei Betätigung der Toilettenspülung zum Einsatz. Im Gegensatz zu einer Gartenpumpe schaltet sich das Hauswasserwerk von alleine an oder aus, je nachdem wie hoch der Wasserdruck ist. Das Hauswasserwerk verfügt also über eine eigene Drucksteuerung, durch welche das Wasser innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt werden kann, ohne dass lange gepumpt werden muss.

Ein weiterer Unterschied zwischen diesen zwei Arten von Wasserpumpen ist die Mobilität. Eine Gartenpumpe kann ganz einfach transportiert werden, während das Hauswasserwerk ein fest montiertes Wasserversorgungssystem ist, sich also nicht transportieren lässt.

Wie stark muss die Pumpe sein?

Wie stark die Pumpe sein muss, hängt von der Tiefe der Wasseroberfläche ab. Wenn es sich um einen Brunnen handelt, aus welchem Wasser abgepumpt werden soll, ist eine hohe Ansaughöhe sowie eine dafür ausreichende Leistung erforderlich. Die meisten Gartenpumpen haben eine Ansaughöhe von etwa 8 Meter und eine Leistung um die 3000 Watt.

Was bedeutet die Ansaughöhe?

Die Ansaughöhe beschreibt den Abstand zwischen der Pumpe und der Wasseroberfläche. Für gewöhnlich haben gute Gartenpumpen eine Ansaughöhe von acht oder neun Metern. Die Ansaughöhe spielt vor allem dann eine wichtige Rolle beim kauf einer neuen Gartenpumpe, wenn Brunnen oder tiefliegende Wasserstellen abgepumpt werden sollen.

Wie wird eine Gartenpumpe angeschlossen?

An die Gartenpumpe wird ein passender Saugschlauch mit Kupplung angeschlossen. Es ist sehr ratsam ein Schlauch mit einem Rückschlagventil zu verwenden bzw. sich ein Rückschlagventil anzuschaffen, wenn dieses nicht im Umfang des Gartenpumpen-Sets enthalten ist. Die Gartenpumpe selbst muss an eine geeignete Stromquelle angeschlossen werden.

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Kommentar

 
  • David sagt:

    Solche Gartenpumpen rentieren sich schon, wenn man einen Brunnen hat. Den Rasen oder den Garten mit normalen Wasser aus der Leitung zu versorgen, kann in heissen Sommermonaten den Geldbeutel stark belasten.

    Somit die Anschaffungskosten für ein Hauswasserwerk oder eine Gartenpumpe gering, im Gegensatz zur Ersparnis.

 

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