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Frühlingszeit ist Gewächshauszeit

Wie wir bereits in einem unserer letzten Blog-Beiträge geschrieben haben, können Sie jetzt beginnen, die Beete vorzubereiten und einzelne Pflanzen in die Erde bringen. Diese Arbeiten sind natürlich nur Dank der warmen Witterung schon Anfang März möglich. Es kann auch sein, wie in den letzten Jahren, dass zu dieser Jahreszeit der Boden mit Schnee bedeckt und die Erde gefroren ist. Jedem Hobby-Gärtner ist klar, dass bei diesen Witterungen an Gartenarbeit nicht zu denken ist. Um dennoch die ersten Pflanzen vorziehen zu können, dürfen Gewächshäuser in keinem Garten fehlen. Doch welche Größe benötigen, worauf müssen Sie achten, müssen Genehmigungen eingeholt werden? Diese Fragen werden wir im heutigen Blog versuchen zu klären.

 

Das Gewächs- ein Idyll im Garten

Das Gewächs- ein Idyll im Garten

 

 

 

Die richtige Größe

Die erste Frage, wenn Sie sich ein Gewächshaus kaufen, sollte sich immer um die Größe drehen. Damit verbunden ist auch immer direkt der Preis. Je höher und je größer die Grundfläche, desto teurer wird natürlich auch das Gewächshaus ausfallen. Eine wirklich super Auswahl bietet Ihnen der Hersteller Juliana. Der Markenhersteller deckt Grundflächen von 0,85 bis 21,4 m². Unterschieden werden Sie, grob, in freistehende und Wandgewächshäuser.

Wenn Sie genügend Platz in Ihrem Garten haben, sollten Sie beachten, dass ein Gewächshaus auch schnell zu klein wird. Daher ist eine Nummer größer meist besser, als dass Sie schon während dem ersten Bepflanzen nicht genügend Platz haben. Für die normale Anwendung sind 10 m² meist ausreichend und mit dem passenden Zubehör, wie Regale, Pflanztische und Deckenhaken, können Sie die Nutzfläche weiter erhöhen. Viele Gartenbesitzer nutzen Ihre Gewächshäuser außerdem als Wintergarten und stellen Tisch und Stühle hinein, um die ersten Sonnenstrahlen zum Entspannen nutzen zu können. Beachten Sie diese Möglichkeit auch, wenn Sie sich für ein Gewächshaus entscheiden. Hier ist eine Grundfläche von über 10 m² zu empfehlen.

 

Blankglas, Sicherheitsglas- oder Doppelstegplatten?

Haben Sie sich einmal für die richtige Größe entschieden, wartet schon die nächste Frage auf eine Klärung. Viele Hersteller bieten ihre Gewächshäuser mit normaler Verglasung,  Sicherheitsglas oder den teureren Doppelstegplatten an. Die Unterschiede sind, neben dem Preis, die Belastbarkeit und Isolierung. Hier zeigen wir Ihnen kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Glasarten auf:

 

Standardverglasung:

  • Günstigster Preis
  • Günstige Reparaturkosten
  • Geringes Gewicht (erleichtert den Einbau)
  • Geringe Bruchsicherheit
  • Geringe Isolierung

Sicherheitsglas

  • Teurer in der Anschaffung
  • Teurere Reparaturkosten
  • Höheres Gewicht (abhängig von der Dicke des Glases)
  • Hohe Bruchsicherheit
  • Höhere Isolierung

Doppelstegplatten

  • Hoher Preis
  • Teure Reparaturkosten
  • Hohes Gewicht
  • Normale Bruchsicherheit
  • Beste Isolation

 

Wie man bei der Gegenüberstellung sehen kann, unterscheiden sich die unterschiedlichen Glasarten signifikant voneinander. Wenn Sie Ihr Gewächshaus bspw. als Wintergarten nutzen möchten, empfiehlt es sich, die Doppelstegplatten zu bestellen. Durch die zwischen den beiden Scheiben befindliche Luftschicht, erfolgt hier die beste Isolierung. Wenn Sie dann auch noch einen Elektroheizer in das Gewächshaus stellen, können Sie schon bei niedrigen Temperaturen gemütlich in Ihrem Garten sitzen.

Achten Sie außerdem beim Kauf darauf, wie durchlässig die Scheibenarten gegenüber der UV-Strahlung sind. Normales Blankglas ist besonders anfällig gegen Sonneneinstrahlung. Diese Scheiben müssen Sie, wenn die Sonne im Sommer besonders hoch steht, gesondert beschatten. Der günstige Preis der Platten kann dadurch obsolet werden, wenn Sie bspw. Schattierungen installieren müssen.

 

Baugenehmigung

Nachdem die Größe geklärt ist, sollten Sie sich sofort darüber informieren, ob Sie für den Aufbau eine Baugenehmigung benötigen. Diese Tatsache ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ausschlaggebend ist hierfür der Rauminhalt. Informieren Sie sich vorher auf Ihrem Bauamt über die etwaigen Regularien. Beachten müssen Sie auch den Abstand des Gewächshauses zum Nachbargrundstück. Diese sind wieder individuell geregelt.

 

Fundament

Um Ihr Gewächshaus gegen Sturm zu sichern, müssen Sie dieses auf ein Fundament stellen und darauf befestigen. Viele Hersteller, wie etwa Juliana oder auch Halls, bieten fertige Fundamente für Ihre Gewächshäuser an. Diese können Sie auf Platten festschrauben und schützen es so gegen zu starken Wind.

 

Die Wahl der richtigen Lage

Eine nicht zu unterschätzende Frage beim Aufstellen eines Gewächshauses ist die Wahl des Standorts. Achten Sie darauf, dass das Gewächshaus, besonders im Frühjahr und Herbst, genügend Sonnenstrahlung erhält. Im Sommer sind Schattenphasen, besonders über die Mittagszeit, sogar empfehlenswert.

Um das Gewächshaus gegen Sturmschäden schützen zu können, sollten Sie das Aufstellen unter Bäumen oder direkt neben Häusern vermeiden. Herunterfallende Äste und Dachziegel können immer einen massiven Schaden anrichten, den Sie vermeiden können, wenn Sie bei der Standortwahl aufpassen. Natürlich dürfen Sie das Thema der Bebauung in der Nähe des Nachbargrundstückes nicht vergessen.

 

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Ein wunderschönes Gewächshaus mit der besten Verglasung bringt Ihnen keine ertragreiche Ernte, wenn der Boden nicht ordnungsgemäß vorbehandelt ist. Auch der Aufbau gelingt leichter, wenn Sie die Aufbaustelle richtig vorbereiten. Am Einfachsten ist natürlich, wenn Sie das Gewächshaus auf ein Beet stellen. Die Erde ist hier schon genügend Nährstoffen versetzt. Doch wer hat schon ein Beet, welches genau die Größe eines Gewächshauses aufweist? Somit heißt es meistens, eine Rasenstelle für den Aufbau vorzubereiten. Stechen Sie einfach die Grasnarbe ab, Graben ordentlich um und düngen Sie mit etwas Kompost.

Tipp: Um Ihre Gewächshauspflanzen gegen Wühlmäuse zu schützen, ist die sicherste und natürlich auch arbeitsaufwendigste Variante, die komplette Erde knapp 50 cm tief auszuheben und Kaninchendraht zu verlegen. Das hat den Vorteil, dass die Erde auch gleich komplett gelockert ist und Sie keine bösen Überraschungen mit Nagern erleben werden.

 

Was es noch zu beachten gibt

Ist das Gewächshaus einmal ordnungsgemäß aufgebaut und das Fundament sturmsicher verankert, kommt der angenehme Teil; das Anpflanzen und Bestellen der Pflanzen. Unabhängig davon, welche Pflanzen Sie in Ihrem Gewächshaus anbauen, müssen Sie, besonders im Sommer, darauf achten ordentlich zu lüften und, wenn die Sonneneinstrahlung zu stark ist, das Treibhaus zu beschatten. Dafür gibt es, bspw. bei Juliana automatische Belüftungen, die die Fenster nach Bedarf mittels eines Elektromotors öffnen und passende Sonnenschutzeinheiten.
Was Sie beim Anbau von Pflanzen in einem Gewächshaus beachten müssen, welche Pflanzen sich besonders eignen und auf was Sie das Jahr über noch achten müssen, erfahren Sie in einem späteren Beitrag.

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