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Kleine Pinselkunde Teil 1: Wissenswertes von Borstenarten bis Pinselpflege

Vielleicht erinnern Sie sich mit Schrecken an Ihre letzten Tapezierversuche, streifige Anstriche und Pinselhaare, die an der Wand statt am Pinsel hafteten? Wir haben für Sie Wissenswertes rund um Pinsel und Bürsten recherchiert, damit ihr nächster Heimwerkereinsatz glückt.

Kind mit Pinsel

Schon Nachwuchsheimwerker wissen, wie wichtig der richtige Pinsel ist.

Borstenarten: Worin unterscheiden sich Naturborsten und Kunststoffborsten?

Eines vorab: Gute Pinsel und Bürsten haben kräftige Borsten. Verkauft werden sowohl Modelle mit Naturborsten als auch Kunstborsten.

Naturborsten haben eine schuppige Oberfläche, wodurch ein gutes Aufsaugen der Farbe möglich ist. Sie sind nicht gleichmäßig lang und laufen spitz zu.

Empfehlenswert sind Haus- oder Wildschweinborsten. Diese sind besonders kräftig und elastisch. Zudem sind Schweineborsten laugenbeständig. Achtung allerdings bei Säuren: auch hochpreisige Schweineborstenpinsel sind säureempfindlich.

Angeboten werden zudem Naturpinsel und -borsten aus Pferdehaar oder Dachshaar. Diese sind wie Haare von Rind und Otter, die ebenso verarbeitet werden, weniger elastisch und nutzen sich etwas schneller ab als Schweineborsten.

Kunstborsten bestehen meist aus Polyester oder Nylon. Sie sind gleichmäßig lang und dick und sind im Gegensatz zu Naturborsten widerstandsfähig gegenüber Chemikalien. Die Faser von Kunstborsten sind glatt und besitzen einen kreuzförmigen Querschnitt, ein Abfließen von dünnflüssiger Farbe ist hierdurch gut möglich.

Profitipps: 

Tränken Sie Naturborsten vorm Erstgebrauch in Leinöl. Streifen Sie den Pinsel danach ab und wickeln sie ihn in Papier ein. So verbleibt das Malerzubehör einige Tage. Trocknen Sie den Pinsel anschließend ab. Hintergrund: Durch das Leinölbad nehmen die Naturhaare einen Großteil ihres natürlichen Fettgehalts wieder auf – der Pinsel wird geschmeidig.

Ziehen Sie den Pinsel vor Erstgebrauch über Ihre Finger, um lose Pinselhaare ausfallen zu lassen.

Damit Sie lange Freude am Malerzubehör haben: Richtiges Reinigen und Pflegen von Pinseln

Pinsel

Ein Flächenstreicher aus Kunststoffborsten sorgt für gleichmäßigen Farbauftrag auf großen Arealen.

Bürsten und Pinsel schont man am besten, indem man sie nicht allzu fest aufdrückt. Verwenden Sie dünnflüssige, geschmeidige Farben. Ältere, fast trockene und dicke Farben lassen sich schlecht verteilen, der Farbauftrag wird rissig und ungepflegt und der Pinsel verliert unnötig Haare.

Tauchen sie den Pinsel nicht vollständig in die Farbe, es reicht völlig, wenn der Pinsel zu circa 1/3 von Farbe bedeckt wird. Voll eingetauchte Pinsel erschweren einen schönen, regelmäßigen Farbauftrag und lassen sich schwer reinigen, weil sich Farbpartikel zwischen Borsten und Pinselschaft festsetzen.

Reinigen Sie Pinsel und Bürsten unmittelbar nach Gebrauch. Wasserlösliche Farben werden mit Wasser, lösungsmittelhaltige Farben mit speziellen Lösungsmitteln entfernt.

Reinigungstipp: Reiben Sie nasse Bürsten und Pinsel in Kernseife, anschließend gut mit Wasser spülen. Dies erhält die Geschmeidigkeit der Borsten.

Übrigens: Das gute alte Marmeladenglas ist kein idealer Aufbewahrungsort für Pinsel, besser sind spezielle Behälter, in denen Pinsel und Bürsten hängend aufbewahrt werden können.

Viel Erfolg beim nächsten Malereinsatz!

Pinsel ist nicht gleich Pinsel. Lesen Sie in Teil 2 unsere Serie, welche Pinselarten es gibt.

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