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Vertikutieren im Frühjahr – Teil 2 – Der Vertikutierer

Nachdem wir im vorherigen Beitrag über die Notwendigkeit und die Vorgehensweise zum Vertikutieren berichtet haben, kommen wir nun zu den Produkten hierfür. Der Rasenmäher erklärt sich mittlerweile von selbst… Wenn nicht, findet ihr hier ebenfalls einen interessanten Beitrag.

Benzin_Akku_Elektrovertikutierer

Je nach Rasenfläche können Sie
den passenden Vertikutierer aussuchen.

 

Die meisten Vertikutierer arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Sie besitzen eine horizontal eingebaute Spindel oder Achse, an welcher Stahlmesser- oder scheiben in kurzen Abständen angebracht sind. Der Motor des Vertikutierers lässt diese sehr schnell rotieren und schneidet mit den Messern so einige Millimeter in den Boden ein, wobei Rasenfilz und Moos herausgeschlagen werden.

Die passende Schnitttiefe einstellen

Über die Höhenverstellung der Räder oder durch die Veränderung der Messerachse, lässt sich die gewünschte Schnitttiefe einstellen. Diese sollte jedoch nicht mehr als 1 bis 2 cm sein. Das Moos und der Rasenfilz werden in diesem Vorgang dann nach hinten geschleudert und landen in dem Fangsack des Vertikutierers.

Eine Auswahl an Vertikutierern

Sie können für das Vertikutieren Ihres Rasens zwischen Benzin- oder Elektromodellen sowie Akku- oder auch einem Hand-Vertikutierer wählen.

Benzinmodelle

Wer eine größere Rasenfläche vertikutieren möchte, dem empfehlen wir ein Modell mit Benzinmotor. Bei diesem Gerät müssen Sie sich keine Sorgen über ein lästiges Stromkabel machen und auch beim Vertikutieren trockener und sehr harter Böden werden Sie keine Probleme haben, da das Gewicht dieser Geräte die Messer tief genug in den Boden einschneiden lässt. Das Benzinmodell verlangt jedoch einen etwas höheren Pflegeaufwand und ist mit 250 bis 500 Euro teurer als der Elektrovertikutierer.

Elektromodelle

Im Gegensatz zum Vertikutierer mit Benzinmotor, ist das Elektromodell für kleinere Rasenflächen von wenigen 100 Quadratmetern ausgelegt. Es hat etwa die Größe eines Elektro-Rasenmähers, ist dementsprechend etwas kleiner als der Benzinvertikutierer, wodurch man es über das Jahr hinweg, einfacher aufbewahren kann.

Natürlich sind Elektromodelle zwangsläufig mit einem Kabel für den Stromanschluss ausgestattet, was jedoch auch nicht als allzu schwerwiegender Nachteil angesehen werden sollte, da das Gerät höchstens zweimal jährlich zum Einsatz kommt.

Allerdings kann es beim Vertikutieren von sehr harten Böden zu Schwierigkeiten kommen, da das Elektromodell zu leicht ist, um seine Messer tief genug in den Boden schneiden zu lassen. Als Tipp empfehlen wir Ihnen hier, einfach einen kleinen Sack voll Sand oder Blumenerde zum Beschweren auf das Gerät zu legen. Gute Elektrovertikutierer sind in den meisten Baumärkten sowie im Internet schon für unter 100 Euro erhältlich.

Hand-Vertikutierer

Wir empfehlen Ihnen, Hand-Vertikutierer nur für sehr kleine Rasenflächen oder Flächen zu verwenden, die besonders schwer zugänglich sind, denn es erfordert viel Kraft und eine Menge Ausdauer, um mit diesem Modell ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Auf der anderen Seite ist der Hand-Vertikutierer natürlich sehr umweltfreundlich, da er weder Strom, noch Benzin benötigt. Zur Benutzung stellt man ihn einfach auf den Rasen, zieht ihn zu sich heran und schiebt ihn dann wieder weg von sich. Dabei gleiten die Messer des Hand-Vertikutierers durch den Boden und ritzen die Grasnarbe auf. Solche Modelle sind schon für weniger als 50Euro erhältlich.

Fazit

Vertikutieren ist ein einfacher Weg, Moos und Mulch zu entfernen und den Rasen wieder mit neuer Kraft erstrahlen zu lassen. Bei der Wahl des passenden Vertikutierers können Sie zwischen Akku/Elektromodellen, benzinbetriebenen Geräten, aber auch Hand-Vertikutierern entscheiden. Jedes einzelne der Modelle hat seine individuellen Vorteile.

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5 Kommentare »

 
  • Nathan sagt:

    So ein vertikutierer nimmt einem schon einen haufen arbeit ab!

    Gerade jetzt wo der Sommer kommt und der Garten schön aussehen muss 🙂

    • Handwerker sagt:

      Wohl wahr…

      Wir wünschen Ihnen erstmal einen schönen Frühling (bis zum Sommer dauert´s noch =)) und hoffen Ihnen hat dieser Beitrag gefallen und er hat Sie informiert.

      Viele Grüße
      Ihr Team von handwerker-versand.de

  • Elisabeth Werbeck sagt:

    Sehr interessant gestalteter Blog!

    Wir vom Düsseldorfer Startup Mapudo betreiben seit einiger Zeit auf http://www.werkstoffwirkt.de unseren Blog und in unserem neuesten Artikel sind wir auch auf den handwerker-versand.de eingegangen, vielleicht ist dies auch hier interessant? Wir freuen uns über einen Besuch auf dem Blog 🙂
    Beste Grüße!

  • Ute sagt:

    Meist wird dazu geraten im Herbst zu vertikutieren. Warum tust du es im Frühjahr? PS: Super ARtikel!

    • Handwerker sagt:

      Hallo Ute,

      beides in möglich.

      Im Allgemeinen sagt man, man soll in den Wochen vertikutieren, wo die Temperaturen weder sehr hoch, noch sehr niedrig sind. Und das ist im Frühling und im Herbst.
      Wir vertikutieren im Frühling, weil uns nach dem Winter meist auffällt, dass unser Rasen in der kalten Jahreszeit etwas gelitten hat und wir hoffen, ihm so etwas Pflege zukommen lassen zu können =) Außerdem benötigt ein Rasen nach dem Vertikutieren eine „Erholungsphase“ und die können wir ihm im Frühjahr gut geben.

      Viele Grüße
      Ihr Team von handwerker-versand.de

 

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