Werkzeugkunde: Schraubtechnik

ToolToni schrieb:

Wer sich überlegt, einen elektrischen Schrauber zuzulegen, wird wahrscheinlich schon zuvor bei zahllosen Verschraubungen sein Mühe gehabt haben, ein ungeübter Handwerker die Anstrengung in der Hand und dem Handgelenk zu spüren bekommen haben. Aber auch der Profi weiß einen kraftvollen Schrauber zu schätzen, besonders wenn er zudem kein Kabel oder Luftschlauch hinter sich herzuziehen braucht.

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Augenscheinlich sollte der Griff ergonomisch günstig geformt und das Gerät insgesamt so schlank gebaut sein, dass auch an weniger günstigen Arbeitsorten der Einsatz möglich ist. Um Drehmomentspitzen etwa beim Losbrechen und Festziehen von Schrauben besser auffangen zu können, sollte ein Zusatzgriff angeschlagen werden können, da einem sonst gelegentlich der Schrauber aus der Hand schlägt, was erhebliche Verletzungsgefahr mit sich bringt.

Den sinnvollsten Einsatz finden elektronische Schrauber dort, wo regelrecht serienmäßig eine Verschraubung nach der anderen bearbeitet werden soll, ein Akku-Gerät dort wo Netzstrom nicht vorhanden ist oder ein Kabel deutliche Behinderung mit sich führt. Ist relativ häufiger Werkzeugwechsel zu erwarten, kann ein Schnellwechselvorsatz nur förderlich sein.

Da jede Schraubenart und -größe ihre optimale Anzugskraft, das Drehmoment in Newton x Meter (Nm), braucht, muss beim Kauf der zu erwartende Leistungsbereich bedacht werden, ist der Elektroschrauber unangemessen schwer und klobig, kann wohl kaum eine Arbeitserleichterung erwartet werden, einstellbares Drehmoment und regelbare Drehzahl können das Einsatzspektrum sinnvoll aber begrenzt erweitern.

Schrauben die lange der Witterung, thermischer Wechselwirkung ausgesetzt waren oder von vornherein ein erhöhtes Anzugsdrehmoment erfordert haben, widersetzen sich dem Losbrechen oft besonders hartnäckig. Ein Schlagschrauber der bei angemessener Wucht sofort das Werkzeug erfolgreich auf den Schraubenkopf einwirkt lässt, ohne ihn zu zerstören, wird den Mechaniker regelmäßig vor mühseligem und zeitraubendem Abschleifen oder Ausbohren bewahren.

Nicht umsonst gilt die Regel, dass jede Arbeit das richtige Werkzeug und dessen zweckmäßigen Einsatz erfordert. Man kann deshalb die Aussage wagen, dass elektrische Schrauber die mit zahlreichen Zusatzfunktionen aufwarten eher bei sporadischer, nicht näher eingegrenzter Anwendung taugen, aber wenn es auf robuste Dauerleistung ankommt, nirgends ganz überzeugen und schließlich unbeachtet im Werkzeugschrank verstauben.

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