Wintergrillen

Grillen im Winter wird immer beliebter. Egal ob Würste, Steaks, Gemüse oder auch Ausgefalleneres, wie etwa Pizza, können Sie bei kälteren Temperaturen genießen. Doch Wintergrillen ist nur auf den ersten Blick dasselbe, wie Grillen im Sommer. Was müssen Sie beachten und vor allem was bietet sich für das Grillen bei niedrigeren Temperaturen an?

Grundlegend sollten Sie immer beachten: Planen Sie mehr Zeit, als in den Sommermonaten ein!

 

 

Wintergrillen

Wintergrillen ©romantsubin - Fotolia.com

 

Gas- oder Holzkohlegrill?

 

Gasgrill

Schon bei der Wahl des Grillgerätes sollten Sie auf gewisse Dinge achten. Gasgrills lassen sich, natürlich, viel leichter zünden, als Holzkohlegrills. Doch sollten Sie darauf achten, halb oder weniger gefüllte Gasflaschen, bei Minustemperaturen, nicht durchkühlen zu lassen. Hier sollten Sie vor allem darauf achten, welches Gas Sie zum befeuern des Grills verwenden. Propan ist hierbei kein Problem, da dessen Siedetemperatur, also der Übergang von flüssig zu gasförmig, erst bei einer Temperatur von -42°C liegt. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Propan-Gasflaschen einen gewissen Füllstand besitzen, da hier der Druck im Inneren, bei Minustemperaturen, soweit abfallen könnte, dass er nicht mehr ausreicht, um das Gas bis zum Brenner zu befördern. Um den Füllstand kontrollieren zu können, sollten Sie Füll-Indikatoren verwenden. Diese sind wieder verwendbar und können ohne Strom und Batterien betrieben werden.

Ein anderes Bild zeigt sich bei Butan-Gasgrills. Die Siedetemperatur von Butan liegt bei 1°C, was ein Verflüssigen von Butan bei Minusgraden nach sich zieht und so eine Verwendung bei Temperaturen unter 0°C nicht möglich macht. Allerdings sind reine Butan-Gasflaschen sehr teuer und sie werden mit einem Gemisch aus Butan und Propan verkauft. Dadurch liegen die Siedetemperaturen meist niedriger.

Wer also bei Gasgrills und deren Verwendung im Winter auf Nummer sicher gehen will, sollte die Flasche im Haus oder Schuppen lagern und eine isolierende Haube verwenden.

 

Holzkohlegrill

Das Grillen mit Holzkohle gestaltet sich von der Handhabung schon etwas einfacher, könnte man meinen. Feuer kann man bei allen Temperaturen entfachen und bestimmte Siedetemperaturen müssen Sie auch nicht beachten. Das ist auf den ersten Blick auch korrekt. Doch gerade das Durchglühen ist bei niedrigen Temperaturen ein Problem. Die Kohlen entwickeln geringere Hitze und der Anbrennprozess kann sich so leicht auf die doppelte Zeit erhöhen. Erleichterung verschafft hier ein spezieller Anzündkamin. In diesem Glühen die Kohlen schneller durch und Sie sparen sich viel Zeit. Wer Gasbrenner zum Anzünden verwendet, sollte sich unbedingt den oberen Punkt „Gasgrill“ genauer durchlesen.

Neben diesen auffälligen Problemen ist natürlich auch die Versorgung mit Holzkohle und Kohleanzünder, in den Wintermonaten, problematisch. Decken Sie sich daher frühzeitig mit genügend Holzkohle und Anzündmaterial ein.

Ist der Grill erst einmal angefeuert bzw. die Gasflasche angeschlossen und das Gas strömt, kann es endlich losgehen.

 

Der Grillprozess funktioniert, unabhängig von Holzkohle oder Gas, nur bei ausreichend hohen Temperaturen. Deshalb sollten Sie das Grillrost näher an die Flammen bzw. Glut hängen, als im Sommer, und, wenn das möglich ist, einen Deckel verwenden. Zu dicke Steaks können, wenn Sie keinen Deckel zum Speichern der Temperatur zur Verfügung haben, auf der oberen Seite erneut herunterkühlen und so den Genuss massiv schmälern. Hierbei wird Ihnen ein Grillthermometer helfen und Ihnen anzeigen, wann die perfekte Innentemperatur erreicht ist oder ob Sie das Grillgut noch einmal drehen müssen.

Doch selbst wenn das Grillgut perfekt gelingt, ist ein nächstes Problem, dass die Speisen viel schneller auskühlen, als im Sommer. Um die Steaks und Würste vor zu schnellem Abkühlen zu schützen, eignen sich natürlich Warmhaltegefäße oder zusätzliche Wärmeroste.

 

Essen ist nicht alles

Doch denken Sie nicht nur an das Essen. Auch Ihre Gäste beginnen schnell zu frieren und wollen sich, durch die längere Wartezeit, vielleicht etwas aufwärmen. Neben dem obligatorischen Glühwein oder Grog können Sie natürlich auch ein schönes Lagerfeuer, in einem speziellen Feuerkorb oder auch ein sogenanntes Schwedenfeuer, anzünden.

 

Und wenn es doch einmal wieder länger dauert, hier ein Rezept für eine tolle Feuerzangenbowle:

 

  • 200 ml Wasser
  • 4-6 cl Rum
  • Zucker nach Bedarf
  • das Wasser erhitzen, den Rum dazugeben, in hitzebeständige Gefäße geben und nach Bedarf nachzuckern

So fällt das Warten bei kaltem Wetter leichter.

Im nächsten Blog finden Sie auch leckere Gerichte, die besonders bei kalten Temperaturen schmecken.

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