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Das richtige Werkzeug zum Brennholz schlagen

Schon seit dem Beginn der Menschheit wird Holz zum Erzeugen von Wärme genutzt. Es ist eine umweltfreundliche Variante des Heizens, die sich heutzutage immer größerer Beliebtheit erfreut. Einige Nutzer schaffen sich ihr eigenes Brennholz selbst aus dem Wald an, andere zerspalten dann nur die Stämme oder grobe Stücke zu kleineren Scheiten in ihrem Garten.

Brennholz herstellen

Mit den passenden Werkzeugen gelingt die Brennholzherstellung einfacher.

 

Welche Werkzeuge für jeder Phase der Brennholzherstellung hilfreich und von Nutzen sind, zeigen wir Ihnen hier.

Das Fällen der Bäume

Viele Brennholz-Nutzer holen sich Ihr zukünftiges Kaminholz als zugeschnittene Stämme oder gröbere Stücke nach Hause oder lassen es sich liefern. Ist eine Erlaubnis vorhanden, so kann man die benötigten Bäume auch selbst fällen. Dabei ist jedoch geeignetes Werkzeug von Nöten.

Für das Fällen des Baumes ist eine Kettensäge am geeignetsten. Sie ist zwar nicht so traditionell, dafür aber wesentlich sicherer und auch bequemer als eine Axt. Wollen Sie mit einer Motorsäge im Forst arbeiten, benötigen Sie dafür einen Motorsägenführerschein. Dieser ist jedoch relativ leicht zu erhalten. Meist müssen Sie dafür nur einem eintägigen Seminar über den richtigen Umgang mit einer Motorsäge beiwohnen.

Die richtige Schutzkleidung ist ebenso erforderlich, dazu gehört ein Schutzanzug aus Spezialstoff, ein Schutzvisier, sowie Hörschutz, Lederhandschuhe und Schutzschuhe.

Viel zu gefährlich ist es jedoch mit der Kettensäge in die Krone des Baumes zu steigen und dort zu entasten. Aus diesem Grund ist das auch verboten. Ein Hochentaster eignet sich dafür viel besser. Vereinfacht gesagt ist das eine kleinere Kettensäge, die an einem Stiel befestigt ist und mit der man, je nach Modell, bis zu 4 Meter hoch reichen kann. Passen Sie dabei jedoch auf, nicht von herunterfallenden Ästen getroffen zu werden.

Um kleinere Äste und Zweige vom Baum abzuschneiden, empfiehlt sich eine Astschere oder eine einfache Holzsäge. Eine Leiter oder aber eine Hebebühne, im Fall von sehr hohen Bäumen wird benötigt, um an die oberen Teile des Baumes heranzukommen. Um größere Geästteile am Boden dann rückenschonender von Stelle zu Stelle zu transportieren, können Sie eine Handpackzange benutzen. Diese ist in unterschiedlichen Grifflängen und Öffnungsweiten verfügbar. Ebenso hilfreich ist ein Fällheber, der ideal zum Wenden von Baumstämmen geeignet ist.

Der grobe Zuschnitt des Holzes

Um das Holz in kleinere, grobe Stücke weiterzuverarbeiten, eignet sich auch hier am besten eine Kettensäge. Dabei können Sie zwischen einer Motor-Kettensäge oder der elektronischen Variante wählen. Die motorisierte Version ist zwar meist teurer, aber auch leistungsstärker. Zudem wird Ihr Aktionsradius beim Gebrauch nicht von einem Stromkabel eingeschränkt.

Nutzen Sie zusätzlich dafür noch eine stabile Unterlage oder einen Sägeblock mit einer Spanneinrichtung. Sägeblöcke sind in X- oder U-Form erhältlich und sind meistens entweder aus Metall oder Holz. Wir würden Ihnen die Metallmodelle empfehlen, da diese im Gegenzug zu den Holzvarianten, meist zusammenklappbar sind und auch eine höhere Stabilität aufweisen. Wer sich nicht mit einer Kettensäge herumplagen möchte, greift einfach auf den modernen Holzspalter zurück.

Die Anschaffung bzw. das Ausleihen ist jedoch nur empfehlenswert, wenn eine größere Menge Holz vorhanden ist oder es voraussichtlich häufig gebraucht wird.

Zerspaltung in Brennholzscheite

Um das Holz in kaminholzgerechte Stücke weiterzuverarbeiten, können Sie einen Spalthammer oder eine –axt verwenden. Die Spaltaxt hat einen dickeren Kopf als eine normale Axt, wodurch beim Zerkleinern weniger Kraft gebraucht wird, was Muskeln und Gelenke schont. Der Spalthammer hat fast die selbe Form wie die Spaltaxt, ist jedoch schwerer. In manchen Fällen ist der Kopf etwas anders geformt, damit das Spaltkeil besser ins Brennholz eingeschlagen werden kann.

Der Spalthammer ist mehr für schwerere, größere Holzstücke, als für kleinere geeignet. Wer den Kraftaufwand minimal halten möchte, kann einfach zum Brennholzspalter greifen. Diesen gibt es in der statischen oder mobilen Variante. Vor der Anschaffung sollten Sie jedoch bedenken, dass dieses Gerät relativ viel Platz zum Lagern benötigt.

Das selbe gilt für das Nutzen einer Wippkreissäge. Sie hat eine höhere Sicherheit und meist auch eine größere Schnitttiefe, als eine übliche Tischsäge. Zudem bringt sie den Vorteil, dass beim Verkanten, das Holzstück nicht einfach unkontrolliert zurückschlagen kann. Das Holz sollte jedoch nicht größer sein, als die Schneidtiefe der Säge ist, da das nachträgliche Drehen der Stücke zu gefährlich ist.

Richtige Pflege der Werkzeuge 

Um ein sicheres Arbeiten mit Ihren Geräten zu ermöglichen, sollten Sie schon bei der Anschaffung mehr auf die Qualität der Ware, als auf den Preis achten. Später dann müssen die Geräte und Werkzeuge auch immer wieder gewartet und vor allem vor dem Gebrauch gut gesäubert, geölt bzw. geschärft werden.

Gerade bei Ihrer Axt müssen Sie auf eine scharfe Klinge und einen guten Schliff achten. Dafür können Sie ganz einfach einen Axtschärfer benutzen. Prüfen Sie auch, ob das Keil und der Stiel sicher miteinander verbunden sind. Bei der Kettensäge muss vor allem die Kette immer gut gepflegt sein, das heißt reinigen, schmieren und gegebenenfalls austauschen. Lagern Sie alle Geräte immer im Trockenen.

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Kommentar

 
  • Jens sagt:

    Schöner Artikel zum Thema Brennholz aufbereiten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, qualitativ hochwertiges Werkzeug zu haben. Um uns die Arbeit etwas zu erleichtern, suchen wir aktuell nach einem Holzbündler. Da gibt es auch viele verschiedene Modelle. Eine gute Recherche ist da Ratsam. Vielleicht veröffentlicht ihr dazu auch einmal einen Beitrag. Würde zumindest zum Thema sehr gut passen. Viele Grüße, Jens.

 

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