Bohren – was ist das genau?

Das Bohren zählt zu den sogenannten spanenden oder spanabhebenden Fertigungsverfahren und dient der Herstellung von unterschiedlich dimensionierten Bohrlöchern in diversen Werkstoffarten.

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Ohne Bohrer wären viele Arbeiten nicht zu bewältigen.


Wie das Drehen und das Fräsen, so gehört auch das Bohren gemäß DIN 8598 zu den spanenden Fertigungsverfahren mit geometrisch bestimmter Schneide, da die Geometrie des verwendeten Bohrwerkzeugs dem Handwerker stets bekannt ist.

Der Bohrer bewegt sich durch Rotation um seine eigene Achse und wird zusätzlich über eine Vorschubbewegung des gesamten Bohrwerkzeuges in den Werkstoff hinein bewegt. Beide kontinuierlich ablaufenden Bewegungen, die Rotation um die Längsachse des Bohrwerkzeuges und die Vorschubbewegung in das Werkstück hinein, ergeben die Wirkbewegung beim Bohren und induzieren damit letztendlich die kontinuierliche Spanabnahme, welche zur Herstellung des Bohrloches in einem definierten Umfang und in einer definierten Tiefe führt.

Das Bohren kann heute durch Handwerkzeuge, aber auch durch modernste Bohrmaschinen erfolgen.

Die Geschichte des Bohrens

Archäologische Funde belegen mehr als hinlänglich, dass das Bohren bereits seit der Steinzeit bekannt gewesen ist und durch unsere Vorfahren mit Handwerkzeugen realisiert worden ist. Bis etwa um das Jahr 1840 herum wurde der sogenannte Löffelbohrer genutzt, welcher schließlich durch den heute noch genutzten Wendebohrer ersetzt worden ist.

Linsenbohrer sind aus dem asiatischen Raum bereits aus einer Epoche zwischen 12.000 bis 9.700 vor Christi Geburt belegt.

Was wird gebohrt?

Gebohrt werden kann heute im Prinzip jedes beliebige Material, sofern es spanbar ist. Dies betrifft die weichen und zähen Materialien, welche als leicht spanbar gelten, ebenso, wie die harten und spröden Werkstoffe.

Das Verfahrensprinzip beim Bohren

Das Verfahrensprinzip beruht beim Bohren auf einem spitzen und scharfen Bohrwerkzeug, welches sich mit hoher Geschwindigkeit um die eigene Achse dreht und entlang seiner Rotationsachse kontinuierlich hinein in den zu bearbeitenden Werkstoff geschoben wird.

Die Drehbewegung des Werkzeuges wird entweder manuell oder durch einen Elektromotor induziert. Sie wird über ein Getriebe auf das sogenannte Bohrfutter übertragen, in welchem das eigentliche Bohrwerkzeug eingespannt worden ist.

Die Einteilung der Bohrverfahren nach DIN 8589
Gemäß DIN 8589 wird das Bohren in folgende Bohrverfahren untergliedert:

  • Plansenken
  • Rundbohren
  • Schraubbohren
  • Profilbohren
  • Formbohren.

Das Rundbohren lässt sich wiederum unterteilen in:

  • Bohren ins Volle
  • Kernbohren
  • Aufbohren
  • Rundreiben.

Anwendungsbereiche des Bohrens

Das Bohren wird heute in vielen Lebensbereichen, so im privaten, wie auch im vollgewerblichen Segment, angewendet. Solche volkswirtschaftlichen Anwendungsbereiche für das Bohren sind beispielsweise:

  • das Baugewerbe (speziell der Hochbau)
  • das Baugewerbe (der Tiefbau)
  • die Geologie
  • das Handwerk
  • die Industrie
  • die Forschung.

Anschauliche Fachbereichsbeispiele, in welchen das Bohren zum Einsatz kommt, sind:

  • die Gebäudetechnik
  • der Tunnelbau
  • der Bergbau und der Brunnenbau
  • die Tischlerei und Zimmerei
  • der Automobilbau
  • der Maschinenbau
  • das Segment der Hochtechnologie.

Entwicklungen und Werkzeuge im Bereich des Bohrens

Seit der Steinzeit bemüht sich der Mensch zielstrebig darum, sein Bohrwerkzeug zu verbessern und effektiver zu machen. Sichtbare Ergebnisse dieser Bemühungen sind heute beispielsweise:

  • die moderne Schlagbohrmaschine
  • die Tunnelbohrmaschine
  • das technische Verfahren der Pfahlgründung
  • der Bohrkopf
  • der Bohrbrunnen
  • Bohrungen in Zylinderköpfen
  • Bohrwerke
  • das moderne Verfahren des Laserbohrens.

Fazit

Das Bohren zählt zu den ältesten und zugleich auch modernsten Fertigungsverfahren, welche der Mensch beherrscht. Es lässt sich manuell, wie auch maschinell realisieren.

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