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Bohrer säubern, aufbewahren und haltbar machen

Der Bohrer ist bei seinem Einsatz besonders starker Verschmutzung, aber auch Belastung ausgesetzt. Im Sinne der Erhöhung seiner Lebensdauer ist es daher zwingend notwendig, ihn nach jeder Benutzung gründlich zu reinigen. Diese Reinigungsprozedur des verwendeten Bohrers sollte sich dabei sowohl auf die groben Späne, wie auch auf den feinen Bohrstaub erstrecken.

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Nach jeder Benutzung sollten die Bohrer gereinigt werden – so halten sie deutlich länger.

Im Anschluss an dem Arbeitsgang wird der verwendete Bohrer aus dem Bohrfutter heraus genommen und zunächst mit einem feinen Tuch gereinigt oder mit einem Pinsel mit möglichst harten Borsten behandelt.

Staub und Schmutz sollen dabei vor allem auch aus den Spiralen entfernt werden. Ebenso ist es sinnvoll, sämtliche Späne zu beseitigen, die dem Bohrwerkzeug möglicherweise noch anhaften. Auch Farbreste oder Flüssigkeiten müssen beseitigt werden, weil diese zum Abstumpfen der Schneiden des Bohrers und unter Umständen sogar zur Korrosion führen können. Auch verwendeter Kühlschmierstoff ist penibel vom benutzten Bohrer zu entfernen.

Die Aufbewahrung des Bohrers

Da Bohrer aus Metall bestehen und demzufolge rostempfindlich sind, müssen sie, wie andere metallische Werkzeuge auch, stets kühl und trocken gelagert werden. Auch kleine Bohrer-Sets aus Kunststoff haben sich bei der Aufbewahrung eines Bohrer-Sortiments gut bewährt. Sie schützen den Bohrer nämlich nicht nur vor Umwelteinflüssen, sondern erleichtern auch das Wiederfinden und das Auffinden desjenigen Bohrers mit dem gerade benötigten Durchmesser.

Viele Handwerker oder Heimwerker verwenden gern ein sogenanntes Lochbrett zur Aufbewahrung ihrer Bohrer. Ist dieses zusätzlich zumindest nummeriert oder sogar beschriftet worden, so ist nicht nur eine sichere Aufbewahrung, sondern auch eine sinnlogische Ordnung in der betreffenden Werkstatt gegeben, welche das Auffinden eines benötigten Bohrers innerhalb von kurzer Zeit garantiert.

Falsch und unsachgemäß ist es jedoch, sofern ein Bohrer nach seiner Benutzung einfach im Bohrfutter der Bohrmaschine belassen wird. Hier kann nicht nur die Schärfe der Schneiden leiden. Es kann auch zur gefürchteten Korrosion kommen, die den Bohrer dann unbrauchbar macht.

Das Haltbarmachen des Bohrers

Um einen benutzten Bohrer möglichst haltbar zu machen, sollte er zunächst von Spänen und von Staub befreit und gründlich gesäubert werden. Dies gilt insbesondere für die sogenannten SDS-Bohrer, bei welchen die Kraftübertragung zwischen Bohrmaschine und Bohrwerkzeug stets über spezielle Nuten um Schaft des Bohrwerkzeugs erfolgt. Gerade diese Nuten gilt es, staubfrei zu halten.

Nach dem Reinigen des Bohrers kann es sinnvoll sein, diesen zur zusätzlichen Vermeidung von Korrosion gelegentlich einzufetten. Hierzu eignet sich am besten ein sogenanntes Bohr- und Meißelfett.

Stets sollte dieses Bohr- und Meißelfett in einer dünnen Schicht zur Lagerung des Bohrwerkzeugs aufgetragen werden.
Zum Haltbarmachen eines Bohrers gehört es allerdings auch, dass dieser von Zeit zu Zeit nachgeschliffen werden muss. Dieses erfolgt am besten unter Verwendung einer Schutzbrille auf einer professionellen Schleifmaschine mit einer Schleifscheibe aus Silizium-Karbid.

Erstrebenswert ist es dabei, dass der Bohrer in einem sogenannten Spitzenwinkel von 118 Grad angeschliffen wird. Um dies zu erreichen, haben sich jedoch auch unterschiedliche Arten von praktischen Halterungen gut bewährt.
Wer sich ein rein manuelles Schleifen seines Bohrers nicht zutraut, der kann auf die im Handel erhältlichen Bohrschleifgeräte vertrauen.

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