Produkttest Akku-Kettensäge Makita

Ich habe mich für den Test einer Top Handle Akku-Kettensäge Makita 2x18V entschieden und wollte diese folgendermaßen testen für:

  • Balken und Bretter (Konstruktionsholz)
  • Frischholz (Baumrückschnitt)
  • Frischholz (Aufarbeitung Brennholz).
Makita Akku-Kettensäge

Das arbeiten mit der Makita-Akku-Säge macht Spaß.

Für diesen Produkttest wurden mir zu der Kettensäge 2 Akkus zur Verfügung gestellt, welche nicht im normalen Lieferumfang enthalten sind.

Nach dem Öffnen der Verpackung fand ich die Säge, die Motoreinheit, das Schwert sowie die Kette. Der Zusammenbau der Säge gestaltete sich recht simpel. Nach der Montage des Schwertes mit der Kette, welches über eine werkzeuglose Verschraubung mit Sicherheitsarretierung geklemmt wird, konnte mittels Stellrad die nötige Kettenspannung hergestellt werden, und anschließend das Schwert fest geklemmt werden.

Jetzt konnte Ketten-Haftöl eingefüllt werden. Auch der Verschluss hierfür ließ sich simpel mit der Hand öffnen. Über ein kleines Schaufenster kann während des laufenden Betriebes stets der Ölstand kontrolliert werden. Nächster Schritt: Akkus laden. Da ich nur über ein einfaches Ladegerät verfüge musste der Ladevorgang nacheinander erfolgen. Die Ladezeit pro Akku betrug ca. 15-20min. Ein Doppelladegerät (im Handel erhältlich) vereinfacht und beschleunigt das Laden deutlich.

Die Testphase

Jetzt konnte mit den ersten Tests begonnen werden. Zuerst stand der Rückschnitt eines Apfelbaumes auf dem Programm. Hier konnte die Säge durch den Gewichtsvorteil gegenüber eines Benzinbetrieben Gerätes überzeugen.

Auch beim Starten der Säge zeigt sich ein deutlicher Vorteil des Elektromotors gegenüber eins Verbrennungsmotors. Im zügigen Tempo konnte ich hier den Rückschnitt vollziehen. Astdicken bis 10 cm Durchmesser stellten keine große Herausforderung für die Akku-Kettensäge von Makita dar. Auch die Akkulaufzeit war hier vollkommen ausreichend. So, dass es ausreichend war die Akkus erst in der üblichen Pause wieder zu laden.

Nun schwierigere Aufgaben

Das nächste Projekt war die Konstruktion eines kleinen Gartenhauses. In diesem Zuge mussten Balken und Bretter zugeschnitten werden. Auch diese Aufgabe meisterte die Säge mit Bravour. Schnelle Schnitte, keine lästigen Kabel, keine stinkenden Abgase und auch beim Faktor Lärm konnte die Säge punkten.

Makita Akku-Kettensäge beim Gartenhausbau

Eine Leichtigkeit für die Kettensäge von Makita.

In kürzester Zeit war so das kleine Häuschen fertig. Auch bei dieser Aufgabe gab es keinerlei Beanstandungen an die Akkulaufzeit, und so konnte fast einen ganzen Tag mit nur einer Ladung gearbeitet werden.

Das Arbeiten im Wald

Kommen wir nun zur Königsklasse für Motorsägen, die Arbeit im Wald. Mit frisch geschärfter Kette ging es hier an die Arbeit. Baumstämme mit Durchmessern von bis zu 20cm sollten die Säge an ihre Leistungsgrenze bringen. Der Start verlief gut und so konnte schnell einiges Holz aufgearbeitet werden.

Nach ca. 40 min intensiver Arbeit mit der Säge verabschiedeten sich die Akkus und der erste Zwischenstopp war nötig. Das stellte mich allerding vor größere Probleme: da die Energieversorgung im Wald nicht vorhanden ist, musste die Zwangspause nach Hause verlegt werden. Eine Stunde später ging es wieder an die Arbeit. Die Standzeit der Kette war gut und so konnte direkt weiter gesägt werden.

Nach erneuten 40 min wurden dann die gesägten Hölzer aufgeräumt und es rief der Feierabend. Jetzt zeigten sich die Vorteile der Akkusäge deutlich. Durch das gering Gewicht verglichen mit üblichen verbrenner Sägen waren die Ermüdungserscheinungen deutlich geringer, auch die Lärmbelästigung war deutlich besser und so waren auch Gespräche während der Arbeit mit der Säge möglich

Last but not Least: die Belastung durch Abgase

Bei benzinbetriebenen Motorsägen ist eine ständige Belastung durch die Abgase des Motors vorhanden, auch die Verwendung speziellen Treibstoffs bringt hier nur bedingt Abhilfe. Da Abgase bei der Makita Akku-Kettensäge dank ihres Elektromotors nicht auftreten, ist dies auch als klarer Vorteil zu werten.

Mein Fazit

Verwendet man die Säge überwiegend im heimischen Garten oder auf Baustellen mit Stormanschluss ist die Makita Akku-Kettensäge eine echte Alternative zu herkömmlichen Sägen. Beim Arbeiten im Wald kann man die Säge nur bedingt empfehlen. Bei größeren Durchmessern des Sägegutes sind schnell die Grenzen der Säge erreicht und auch die Akkulaufzeit nimmt bei diesen Belastungen deutlich ab. Zwar lässt sich durch die Verwendung stärker Akkus (5Ah) dies etwas kompensieren, wird durch die fehlende Möglichkeit die leeren Akkus vor Ort wieder zu laden jeglicher Vorteil der Säge wieder zu Nichte gemacht.

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