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Entfernen von Wasserflecken auf Eichenmöbeln

Wer in neue, hochwertige Eichenmöbel investiert, tätigt ein Investment für die Zukunft. Sie sind nicht nur zeitlos elegant, sondern auch hart im Nehmen. Kleinere Kratzer und Maserungen tragen oft zu einer noch interessanteren Optik der Möbelstücke bei.

Bildquelle: ©LaModula_eichenschlafzimmer-katrin_kl_mitQuellenangabe

Eichenmöbel wirken nicht nur elegant, sie sind es auch.

Doch, selbst Eichenmöbel sind über die Jahre vor unschönen Flecken kaum zu bewahren. Insbesondere Wasserflecken sammeln sich im Alltag auf Möbeloberflächen. Doch, was kann man tun, wenn das Malheur passiert ist? Die folgenden Tipps können helfen:

Tipp #1: Abhilfe bei frischen Flecken

Wenn Wasser verschüttet oder ein nasses Gefäß auf dem Holz abgestellt wurde, ist schnelles Handeln gefragt. Je schneller das Wasser entfernt wird, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wasserränder zurückbleiben.

Die entscheidenden ersten Minuten sind bereits verstrichen und ein leichter Wasserfleck hat sich gebildet? Dann kann es helfen, ein wenig Backpulver mit Wasser zu mischen und das Gemisch vorsichtig mit einem weichen Microfasertuch in die betroffene Stelle einzuarbeiten.

Zwei Kategorien von Wasserflecken

Generell lassen sich Wasserflecken in zwei Kategorien einteilen: Dunkle Flecken, bei denen die Feuchtigkeit bis in das Holz eingedrungen ist. Und weiße Flecken, die entstehen, wenn Feuchtigkeit in die Lackschicht eindringt, ohne das Holz selbst dabei anzugreifen. Für beide Kategorien gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Reinigung:

Weiße Wasserränder entfernen

Um weiße Wasserränder von Eichenmöbeln zu entfernen können Sie auf folgende Tricks zurückgreifen:

Tipp #2: Backsoda und Zahnpasta

Das Wasser wurde zu spät bemerkt und der Fleck hat bereits die Lackschicht angegriffen? Statt des Backpulvers kann man dann auf Backnatron zurückgreifen und ein wenig Zahnpaste beimischen. Wichtig ist, dass es sich dabei nicht um Zahngel handelt! Die Menge von Backnatron und Zahnpasta sollten sich so zueinander verhalten, dass man eine pastenartige Konsistenz erhält.

Danach wird die Paste mit einem feuchten Tuch in den Fleck eingerieben – dabei sollte man von innen nach außen vorgehen. Dieser Vorgang wird solange fortgeführt, bis der Fleck verschwunden ist. Abschließend empfiehlt es sich, das Holz an der betroffenen Stelle mit Ölseife zu behandeln. Um Flecken in Zukunft besser vorbeugen zu können, sollte außerdem eine neue Schicht Möbelpolitur aufgetragen werden.

Tipp #3: Messingdrahtbürste

Ein weißer Wasserrand hat es sich auf einer gewachsten Holzfläche gemütlich gemacht? Dann sollte man ihm mit einer Messingdrahtbürste zu Leibe rücken. Dazu bürstet man den Rand des Flecks behutsam mit den Drahtborsten ab, bis dieser verschwunden ist. Anschließend wird das Holz an dieser Stelle mit Holzwachs versiegelt.

Tipp #4: Mineralöl

Die Drahtbürste ist einem nicht geheuer? Kein Problem: Mineralöl kann Wunder wirken! Dazu wird eine kleine Menge des Öls auf ein weiches Microfasertuch gegeben und anschließend in den Fleck eingearbeitet. Um das beste Ergebnis zu erhalten, sollte das Mineralöl über Nacht einwirken. Der Fleck ist nach dieser Prozedur noch immer sichtbar? Dann darf der Vorgang wiederholt werden.

HINWEIS: Vor dem Reinigen sollten, zum Schutz von Händen und Nägeln, unbedingt Gummihandschuhe getragen werden.

Dunkle Wasserflecken entfernen

Auch für lästige dunkle Wasserflecken gibt es zum Glück ein paar Wunderwaffen, um sie vollständig zu entfernen!

Tipp #5: Sandpapier

Ist das Wasser tief bis in das Holz vorgedrungen, hilft oft nur der Griff zum Sandpapier. Aber, Achtung: die Körnung des Schleifpapiers sollte sehr fein sein (Körnung #100)! Wenn möglich, sollte die gesamte Fläche bearbeitet und anschließend mit Hartwachs, Hartwachsöl- oder Lack versiegelt werden. So beugt man Farbunebenheiten vor. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, kann auch nur die betroffene Stelle bearbeitet werden.

In beiden Fällen empfiehlt sich Sandpapier mit der Körnung #100 zu verwenden. Die Ränder der bearbeiteten Stelle können danach außerdem mit Sandpapier mit Körnung #150 ausgefasert werden. Dann entfernt man den entstandenen Holzstaub mit einem weichen Tuch und versiegelt das Holz mit Hartwachs, Hartwachsöl- oder Holzlack. Je nach Farbgebung und Möbelstück, können bei Bedarf mehrere Schichten der Versiegelung aufgebracht werden.

HINWEIS: Wurde nur der Fleck, nicht aber die gesamte Oberfläche bearbeitet, kann man nach der Versiegelung die Randbereiche der bearbeiteten Stelle mit Stahlwolle ausfasern. So entsteht ein seichterer Übergang zwischen alter und neuer Wachs- bzw. Lackschicht. Abschließend sollte das Holz außerdem mit einer hochwertigen Politur versiegelt werden.

Autoren-Info:

Autorenname: Hannes Bodlaj
Position: Geschäftsführer

Als Geschäftsführer vom Onlineshop für Möbel und Betten aus Massivholz LaModula in Villach, ist Hannes Bodlaj in erster Linie für die strategische Ausrichtung und die finanzwirtschaftlichen Agenden des Unternehmens verantwortlich. Den Unternehmensleitsatz „Traumhaft schlafen, natürlich wohnen“ verinnerlichen die Mitarbeiter im täglichen Umgang mit der Kundschaft und im ausgesuchten Sortiment.

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2 Kommentare »

 
  • Sabine sagt:

    Sehr gute Tipps, werden wir mal austesten sobald es wieder Not tut…was aber hoffentlich nicht so schnell der Fall ist.. 🙂

  • Jörn Harländer sagt:

    Wirklich sehr nützliche Tipps, denn schnell hat man mal etwas verschüttet – wenn auch nicht mit Absicht. Da ist es gut zu wissen, wie man handeln kann, um unschöne Flecken oder Ränder zu vermeiden.

 

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