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Tomaten – Gesund und arm an Kalorien

Anja schrieb:

Die Tomate ist das wohl bekannteste Nachtschattengewächs in Europa. Die ursprünglich in Mittel- und Südamerika heimische Pflanze gelangte 1498 durch Christopher Kolumbus vorerst nach Spanien und Portugal. Während des 17. und 18. Jahrhunderts wurde sie in einigen europäischen Gegenden ausschließlich als Zierpflanze verwendet. Bald darauf erkannten die Menschen ihre heilbringende Wirkung.

Tomatenaufzucht im eigenen Garten


Die Frucht ist reich an Lycopin, einem Stoff, dem nachgesagt wird, das Abwehrverhalten des Körpers zu stärken. Außerdem soll er die Zellmembranen schützen und so das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, senken. Neben einem hohen Wasseranteil enthält die Tomate auch die wichtigen Vitamine A, B1, B2, C und E sowie Niacin, aber auch wertvolle Mineralstoffe, Kalium und Spurenelemente.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Frucht koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose vorbeugen kann. Außerdem können beim Verzehr von Tomaten Kalorien gespart werden. Mit einem geringen Nährwertgehalt von ca. 18 kcal hat eine Tomate einen Fettanteil von ca. 2g. Damit ist sie auf jedem Diätplan eine gern gesehen Beilage. Wer Tomaten weiter verarbeiten möchte, der kann daraus zum Beispiel leckere Saucen, Salate oder auch Suppen herstellen.

Interessanterweise wird das Lycopin aus Tomatenmark oder Tomatensaft um ein vielfaches besser vom Körper aufgenommen, als dies bei frischen Tomaten der Fall ist. Das liegt daran, dass der Stoff relativ hitzebeständig ist und sich erst bei recht hohen Temperaturen richtig entfalten kann. Im Handel erhältliche Tomaten können teilweise noch sehr unreif sein, da sie meist in Gewächshäusern großgezogen werden. Darunter leidet das Aroma. Zudem sind unreife Früchte durchaus gefährlich, denn der grüne Teil der Frucht sowie das Kraut sind durch Solanin leicht giftig.

Nach dem Verzehr können daher Übelkeit und Bauchschmerzen die Folge sein. Die Bio-Tomate behält zwar, durch den Verzicht auf chemische Düngemittel, ihre Natürlichkeit, sie ist aber verhältnismäßig teuer und gezüchtete Treibhaustomaten können meist geschmacklich nicht mit der eigenen Ernte mithalten.

Gesund, kalorienarm und verführerisch wohlschmeckend – ist der Entschluss zur selbständigen Aussaat erst einmal gefasst, bedarf es nur noch einiger grundlegenden Informationen und dann kann es losgehen.

Wer über ein frostfreies Gewächshaus verfügt, kann mit der Aussaat bereits Mitte/Ende Februar beginnen, aber auch die sonnige Fensterbank oder ein helles Plätzchen im Keller können dafür genutzt werden. Allerdings kann dann die Aussaat erst frühestens Anfang März vorgenommen werden. Schon nach wenigen Tagen werden sich die beiden typischen Tomatenblätter nach den beiden Keimblättern gebildet haben.

Nun sollten die Pflanzen pikiert werden. Bei dieser Vereinzelung verwenden Sie am besten kleine Töpfchen mit humusreicher Erde. In Windeseile werden aus den kleinen Pflänzchen große Gewächse, die einen erheblichen Platzbedarf benötigen. Haben sie eine Höhe von ca. 15 cm erreicht, sind sie stark genug für das Freiland. Spätestens ab Mitte Mai ist nicht mehr mit Frost zu rechnen. Die Pflanzen gedeihen gut, wenn man sie an einem sonnigen Standort gleichmäßig bewässert. Die Temperatur des Bodens sollte nicht unter 14°C liegen. Ein Tipp: Reichern Sie die Erde mit einem speziellen Tomatendünger oder mit Kompost an, denn ein nährstoffreicher warmer Boden trägt dazu bei, dass die Pflanze optimal gedeihen kann.

In unseren Breitengraden kommt es leider immer häufiger vor, dass die Tomatenpflanzen erkranken. Ob Pilzbefall , Kraut- oder Braunfäuler oder Strauchfäule – alles Tomatenkrankheiten bedeuten das Ende einer jeden Pflanze. Verregnete und kalte Sommermonate tragen zusätzlich zur Entstehung dieser Krankheiten bei, denn die Tomate liebt es trocken und warm.

Tomatenhaus von Windhager mit Gestänge und Gitterfolie

Ein Tipp: Eine preiswerte und höchst sinnvolle Alternative zum Gewächshaus, bieten die beliebten Tomatenhäuser. Sie bestehen aus einer Metallkonstruktion, die mit Gewächshausfolie bespannt wird. Sehr zu empfehlen ist hier die UV-beständige PE-Gitternetzfolie. Sie ist sehr stabil und übersteht auch ein starkes Unwetter unbeschädigt.

Aufgrund dessen kann sie auch mehrere Jahre genutzt werden. In jedem Fall sind die Tomaten hier sicher vor Regen, Kälte, Hagel oder Sturm geschützt und die hervorragenden klimatischen Bedingungen im Innenraum kommen denen des Heimatgebietes sehr nahe. Da die Tomatenhäuser meist recht großflächig konstruiert sind, können hier auch Paprika, Gurken, Auberginen oder Melonen ein lauschiges Plätzchen finden. Ein Tipp: Beachten Sie bitte, dass Sie die Tomaten niemals von oben gießen. Dann ist eine Ausbreitung der gefürchteten Braunfäule zu erwarten.

Um eine perfekte Ernte zu erzielen ist es ratsam, die immer wieder wachsenden Seitentriebe an den Haupttrieben zu entfernen. Hobbygärtner verwenden hierbei gern den Begriff des Ausgeizens. Drei Haupttriebe an einer Pflanze reichen aus, um ein ideales Wachstum zu erzielen. Das Anbinden der Triebe an einem Stab gibt zusätzlich Stabilität. Tipp: Die Stäbe sollten vorher gereinigt werden, um eventuellen Pflanzenkrankheiten vorzubeugen.

Die Hauptsaison für Tomaten sind in Deutschland die Sommermonate Juli und August. Ob Sie lieber in eine kräftige Fleischtomate beißen, eine saftige Eiertomate verzehren oder der verspielten Cherrytomate den Vortritt lassen – mit mehr als 2500 bekannten Sorten ist die Auswahl groß und diese kann selbst farblich von von weiß, gelb, orange, rot, rosa, grün bis hin zu violett reichen.

Eines ist sicher, wenn Sie ein paar einfache Ratschläge beachten, werden Sie schon bald mit einer reichen wohlschmeckenden Ernte belohnt werden.

Bild: © felinda – Fotolia.com

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