Handwerker und Heimwerker Blog

Gehörschutz – damit Lärm Ihren Ohren nichts anhaben kann

Lärm kann krank machen. Gerade bei Arbeiten in Umgebungen, in denen ein hoher Schallpegel herrscht, ist Gehörschutz unerlässlich. In Arbeitsbereichen, in denen trotz Schutzmaßnahmen Lärm auf die Arbeitnehmer einwirkt, der bestimmte Grenzwerte übersteigt, sind gemäß Unfallverhütungsvorschrift (UVV „Lärm“) zwingend Maßnahmen zu ergreifen.

Ohrenschutz

Gehörschutzstöpsel sind mit und ohne Band erhältlich.

Kapselgehörschutz, Gehörschutzstöpsel und Otoplastiken: Welcher Gehörschutz für welche Verwendung?

Bei einem kurzzeitigen Gebrauch wird häufig ein Kapselgehörschutz verwendet. Es handelt sich hierbei um kopfhörerähnliche, geschlossene Kapseln, die das Ohr vollständig umschließen.

Gehörschutzstöpsel hingegen sind vorgefertigte Ohrenstöpsel, die lediglich in den Gehörgang hineingesetzt werden. Sie werden in der Regel bei unregelmäßigem Gebrauch benutzt.

Für den professionellen, dauerhaften Gebrauch eignen sich Otoplastiken. Diese kann man sich individuell bei einem Hörgeräteakustiker anfertigen lassen. Großer Vorteil dieser Variante ist, dass ein falsches Einsetzen in den Gehörgang verhindert wird. Es handelt sich jedoch auch um die mit Abstand teuerste Methode im Gehörschutzsegment.

Hinweise für die richtige Auswahl

Kapselgehörschutz ist zu empfehlen, wenn

  • ein häufiges Auf- und Absetzen des Gehörschutzes nötig ist
  • ein zu enger Gehörgang vorliegt, so dass nur diese Gehörschutzvariante in Betracht kommt
  • eine Unverträglichkeit bei Gehörstöpseln feststeht

Gehörstöpsel sind besonders geeignet, wenn

  • kein Kapselgehörschutz getragen werden darf
  • eine andauernde Lärmeinwirkung gegeben ist
  • eine Brille getragen wird
  • zu starke Schweißbildung unter dem Kapselgehörschutz auftritt

Um Ihnen einen Vergleich zu bieten, wie laut Umwelteinflüsse sind und ob diese geeignet sind, unser Gehör zu schädigen, haben wir für Sie eine Vergleichstabelle erstellt:

0 Dezibel Sehr leise ungefährlich
10 Dezibel Blätterrascheln in der Ferne ungefährlich
20 Dezibel Ruhegeräusch im TV-Studio ungefährlich
30 Dezibel Ruhiges Schlafzimmer in der Nacht ungefährlich
40 Dezibel Leise Radiomusik ungefährlich
50 Dezibel Ruhige Ecke in normaler Wohnung ungefährlich
60 Dezibel Normales Gespräch ungefährlich
80 Dezibel Starker Verkehr /Bohrung ungefährlich
100 Dezibel Kreissäge/ Diskomusik auf Dauer gefährlich
120 Dezibel Unerträglich laut Schmerzgrenze
140 Dezibel Flugzeugstart sehr gefährlich
160 Dezibel Gewehrschuss (in Mündungsnähe) sehr gefährlich

Basiswissen: gesetzliche Grundlagen und Euronormen

GehörschutzUnfallverhütungsvorschrift (UVV „Lärm“)

„Wirkt trotz Einhaltung der Vorschriften und trotz Schutzmaßnahmen Lärm auf die Arbeitnehmer ein, bei dem ein Beurteilungspegel von 85 dB(A) überschritten wird, müssen persönliche Schutzmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, die persönlichen Schutzmittel zu tragen, wenn die Lärmeinwirkung einen Beurteilungspegel von 90 dB(A) erreicht oder überschreitet“

Europäische Normen

Nach EN 352-1: Kapselgehörschützer
Nach EN 352-2: Gehörschutzpfropfen
Nach EN 352-3:Gehörschützer für Helmbefestigungen
Nach EN 352-4: Elektroakustische Gehörschützer

Das könnte Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

XHTML: Diese Tags kannst Du benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>