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Mein Testbericht zur Festool Kapex 120 EB

Als erstes möchte ich mich bei www.handwerker-versand.de herzlich bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben die Kappsäge Festool Kapex 120 EB zu testen.

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Die Kapex 120 EB ordnungsgemäß verpackt… In wenigen Schritten einsatzbereit.

Vorab möchte ich anmerken, dass ich keine Werbung mache, mein Test bezieht sich nur auf die Festoolmaschine Kapex 120 EB!

 

 

Bei der Kapex 120 EB handelt es sich um ein Profigerät (keine „einfache Standart“ Kappsäge), es ist sehr ratsam vor dem Aufstellen bereits die Gebrauchsanleitung zu lesen. Für den Versand wurde die Säge bis auf das kleinste Maß zusammen geschoben, daher müssen per Hand zusätzliche Verriegelungen gelöst werden.

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Der „Versandzusammenbau“ kann auch für den Transport der Maschine verwendet werden, ist aber nicht zwingend notwendig. (Hierzu reicht auch die normale Verriegelung)

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Aber nach dem Lösen der Transportverriegelung kann man sofort loslegen, kein zusätzlicher Zusammenbau mehr nötig.

Als erstes möchte ich die Einzelteile der Säge vorstellen.(Einige kommen dann bei meinen Test vor.):

  • Der Absauganschluss der Säge ist drehbar. Hier habe ich meinen Industriesauger angeschlossen.

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Normalstellung der Kapex

  • Für normale Winkelschnitte kann die Säge in jeglicher Gradstellung gestellt werden. Hier kann bzw. sollte man Verriegelung nutzen, um einen richtigen Schnitt zu bekommen. Verriegelung funktioniert durch Drücken bzw. Heben des Hebels.  (Das finde ich sehr gut, da manche anderen Sägen nur bei bestimmten Gradzahlen verriegeln.)

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  • Eine weitere Schnittoption ist der „eingebaute Fanghaken“. Meiner Meinung nach ist dies von Vorteil, wenn man eine kleine Serie schneidet. In dieser Position können aber nur gerade Schnitte erzeugt werden.

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  • Eine weitere Verriegelung für Schnitte, kann per Stellschraube gemacht werden. Hier sind wieder alle Schräg- Gradschnitte etc. möglich.
  • Ein zusätzliches Detail ist die Tiefenbegrenzung die mit dem grünen Hebel gewählt werden kann.

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  • Auch die Einspanneinrichtung bzw. Niederhalter macht mir einen sehr guten Eindruck.

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Schrägstellung des Sägeblattes

  • Es sind 3 verschiedene Einstellungen möglich:
    • 0-45° In dieser Stellung kann das Sägeblatt nur nach links geschwenkt
    • +-45° In dieser Stellung kann das Sägeblatt beidseitig geschwenkt werden
    • +-47° In dieser Stellung kann das Sägeblatt beidseitig geschwenkt werden, jedoch bis 47°
  • Das Schwenken bzw. die Gradeinstellung erfolgt über den Drehknopf und den Druckriegel.

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  • Es ist ein Laser in das Gerät integriert; es sind zwei Laserlinien sichtbar, die das Arbeiten sehr erleichtern.

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Mein erster Test: Der Bau einer Haltung für Mülltrennungsboxen (Papier, Glas etc.)

Material: gehobeltes Fichten Kantholz 40/60, Fichte 3 Schichtplatte, Container (Sortera) von IKEA (gibt es in verschiedenen Größen)

Folgender Arbeitsablauf:

Zunächst wird der Container gemessen, Breite und Tiefe. Dieser hat rundum einen Wulst. Der Container liegt auf den zwei Kanthölzern auf. Das linke Kantholz habe ich etwas kürzer gehalten, da nebenan ein Regal ist.

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Im 2. Schritt wird das Holz auf Maß zugeschnitten. Und hier macht sich die Kapex den Namen alle Ehre, da diese Arbeiten relativ schnell gehen. Für die Kanthölzer habe ich die Säge auf ca. 20° eingestellt.( jeder so wie er möchte) Die Kanthölzer, sowie die zwei Hälften der Dreischichtplatten auf das Maß markiert und abgeschnitten.

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Das Schnittbild ist perfekt (keinen ausfransen), man braucht nur mehr die Kanten zu brechen.

Im 3. Schritt werden die Kanthölzer auf die Dreischichtplatte geschraubt, auch an der stumpfen Seite der Kanthölzer. Hier etwas Leim auftragen. Das Befestigen der Rahmen erfolgt mit jeweils 2 Schrauben 6×80 und 6er Dübel an der Stirnseite und jeweils mit der 1 Befestigung an der langen Seite.

Mein 2.Test: Neubeschlag einer Biertischgarnitur mit Lärchenbrettern

Material: Gehobelte Lärchenbretter vom Fachhandel, Breite 14,5 cm 3,2cm Dick

Vor dem Beginn der Arbeiten sind die Bretter schon dem entsprechenden Bauteil (Tisch, Lehne, Sitzfläche, rechte und linke Seite) zu zuordnen. Im nächsten Schritt werden die Bretter auf Länge geschnitten, hier ist das Sägeblatt wieder in Schrägstellung zu bringen. (nicht zu Steil)

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Durch die Einspanneinrichtung kann nichts verrutschen und ein exakter Schnitt ist möglich. Der nächste Schritt beginnt mit der Aufteilen der Bretter, je nach Vorgängermodel. Hier fängt man an einer Seite an, und richtet diese in der Länge aus. (Tisch)

Danach wird z.B. der Tisch zunächst mit Schraubzwingen zusammen gehalten

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Als nächstes werden die Querstreben aufgeschraubt. (Bitte immer PU-Leim dazu verwenden) Diese werden wie die Bretter auf Länge und Schräge geschnitten (ca. 5 Stück).

Für die Füße (Gestelle) wurden neue Schrauben verwendet. Diese werden vorab in die Querstreben eingelassen und danach auch aufgeschraubt. Bei Nachschnitten, ist der breite Schnitttisch von Vorteil.

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Im Anschluss kann die Garnitur noch geschliffen werden, bzw. mit Holzöl behandelt werden.

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Sollte auch hier jemand Informationen brauchen, einfach fragen. (Bauplan etc.)

Fazit:

Vorteile:

  • präzise Schnitte
  • gängige Absaugungen passen, z.B. Kärcher
  • Rastertisch kann in jedem Winkel Hebel fixiert werden
  • Laser zeigt Doppellinien an
  • „Fast Fix“ für Sägeblattwechsel wie z.B. bei der TS 55
  • als Zubehör ist noch eine Winkelschmiege, die unter dem Schnitttisch verstaut ist
  • Gummikabel
  • Säge schneidet bei 47° nicht ins Plastik

Nachteil:

  • Höheres Gewicht der Säge, sollte aber jeder selbst einschätzen
  • hoher Anschaffungspreis
  • festverbautes Stromkabel, hier wäre nach meiner Meinung auch das Kupplungskabel von Vorteil

Die Festool Kapex 120 Kappsäge ist ein Top Gerät, mal schauen was andere Hersteller anbieten
können.

Vielen Dank an
www.handwerker-versand.de für die Testmaschine.

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