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Schutzhelme retten im Notfall Leben

Feuerwehrleute, Polizisten, Holzfäller und Eishockeyspieler tragen sie. Doch auch im Privat- und Arbeitsbereich sind sie von Bedeutung: Die Rede ist von Schutzhelmen. Im Notfall retten sie Leben. Wann es nötig ist, Schutzhelme zu tragen, welche Materialien bei der Herstellung verwendet werden und wie lange Helme getragen werden sollten, erfahren Sie bei uns.

Schutzhelm

Nach 10 Jahren sollten Schutzhelme spätestens ausgetauscht werden.

Helmpflicht: Warum das Tragen von Helmen wichtig ist

Kopfverletzungen führen nicht selten zu schweren oder gar tödlichen Verletzungen. Ein Schutzhelm kann das Schlimmste verhindern. Generell lässt sich sagen, dass ein Helm getragen werden sollte, wenn herabfallende, umfallende oder fortgeschleuderte Gegenstände vorkommen können. Vorsicht ist außerdem bei pendelnde Lasten geboten. Es gehört zur Pflicht von Arbeitgebern, in Gefahrbereichen für eine ausreichende Anzahl an Schutzhelmen zu sorgen, die den Angestellten bereitsgestellt werden. Personen mit langen Haaren müssen eine Zusatzhaube unterm Helm tragen, wenn mit rotierenden Teilen gearbeitet wird.

Das richtige Tragen und die maximale Tragedauer des Schutzhelms

Ein Helm erfüllt seinen Zweck nur dann optimal, wenn er passgenau sitzt. Wichtig ist, ingegrierte Tragebänder an die Kopfform anzupassen und fest anzuschnallen, so dass sie am Kopf anliegen. Spüren Sie ein Druckgefühl, sitzen die Bänder zu fest. Bei manchen Schutzhelmmodellen kann zusätzlich die Traghöhe angepasst werden. Der Kinnriemen ist fest ans Kinn zu spannen. Durch ihn wird verhindert, dass der Helm sich durch einen Stoß verschiebt oder im Extremfall abfällt. Verschließbare Belüftungsöffnungen an den Seiten des Schutzhelmes verhindert übermäßiges Schwitzen.

Die Tragedauer eines Schutzhelmes wird vom Material beeinflusst. Spätestens nach 10 Jahren sollte ein Helm jedoch gewechselt werden, da er keinen zuverlässigen Schutz mehr gewährleistet.

Im Einzelnen gilt:
Helme aus ABS- und UV-stabilisiertem Polyethylen sollten nach 4 Jahren ausgewechselt werden.
Helme, die aus Phenol-Textil-Kunstharz bestehen, müssen nach 5 Jahren ausgetauscht werden.
Länger halten Modelle aus glasfaserverstärktem Polyester/ Polycarbonat. Diese werden nach rund 10 Jahren ausgetauscht.

Wird ein Helm (etwa im Rahmen eines Aufschlags) bereits vor Ablauf dieser Fristen beansprucht, muss er umgehend ausgetauscht werden.

Wie und wovor schützt ein Helm?

Durch elastische und plastische Verformungen findet eine Stoßdämpfung statt. Die Durchdringungsfestigkeit des Helms schützt vor scharfen und spitzen Gegenständen. Weiterhin zeichnet Schutzhelme ein Flamm- und elektrischer Durchgangswiderstand aus. Ein Bolzensetzerhelm besitzt noch zusätzlich eine Durchschussfestigkeit.

Schutz leisten Helme…

  • bei sehr hohen Temperaturen (+150°C) bis sehr niedrigen Temperaturen (-30°C)
  • vor flüssigen Metallspritzern
  • vor elektrischem Strom ( Wechselstrom bis 440 V)
  • bei seitlicher Beanspruchung

Wo gilt eine Helmpflicht?

In Industrien lassen sich häufig Schutzhelme vorfinden. Vorgeschrieben sind Helme u. a. bei:

  • Hoch- und Tiefbauarbeiten sowie Abbruch- und Umbauarbeiten
  • Montagearbeiten im Maschinen-, Stahl- und Holzbau
  • Arbeiten an ortsfesten Betrieben (Gießereien, chemische Industrie, Fertigteilwerken)
  • Arbeiten im Bereich von Kranen, Aufzügen oder Fördermitteln
  • Sprengarbeiten oder Arbeiten über Kopf

Woraus werden Helme hergestellt und welches Zubehör gibt es?

Helmschalen werden aus Thermoplasten oder Duroplasten hergestellt. Falls oft unter extremen Temperatureinwirkungen gearbeitet wird, sollten Helme aus Duroplasten vorgezogen werden, da diese im Gegensatz zu Helmen aus Thermoplasten keine Veränderungen in ihrer Eigenschaft zeigen.

Bei manchen Tätigkeiten reicht es jedoch nicht aus, „nur“ einen Helm zu tragen. Deshalb lassen sich Schutzeinrichtungen oder technische Geräte am Helm befestigen. Dies kann beispielsweise ein Augenschutz, Gehörschutz oder Gesichtsschutz sein. Bei Dunkelheit kann zusätzlich eine Leuchte am Helm angebracht werden. Auch ein Verständigungsgerät lässt sich am Helm befestigen.

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