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Die Stichsäge 4351 FCTK von Makita im Test

Nun sollte es also so weit sein, der Test der Makita 4351FCTK kann beginnen. Heute wurde das Testgerät von handwerker-versand.de vom Paketboten bei mir abgegeben. Also ab in die Werkstatt und erst mal auspacken. Geliefert wird die Säge im Systainer. Eine geniale Sache, somit ist Sie mit anderen Maschinen, die ebenfalls im Systainer sind zu einem Turm zusammen zu Klipsen, was gerade bei häufigem Transport von unschätzbarem Wert ist.

Die Stichsäge 3451 FCTK von Makita im Systainer

Die Stichsäge 3451 FCTK von Makita im Systainer

Für alle die für solch einen Systainer keine Verwendung haben, gibt es die selbe Maschine auch im Koffer, dann unter der Bezeichnung 4351 FCT. Nach öffnen des Systainers fällt eines direkt auf: Hier ist die Säge nicht nur sicher und gut untergebracht, sie kann auch problemlos mit allem möglichen Zubehör in einem „Koffer“ transportiert werden ohne Platzangst zu bekommen.

Es geht los!

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, aber nun will ich die Säge endlich in die Handnehmen, will wissen wie Sie in der Hand liegt und noch mehr wie es sich damit sägen lässt. Gesagt getan, Säge aus dem Systainer geholt und direkt die erste Überraschung. Sie liegt erstaunlich gut in der Hand. Die Gummiehrung an den entscheidenden stellen lässt ein „aus der Hand“ rutschen eigentlich gar nicht zu, und somit ist auch das Gewicht, welches mit 2,4 Kg nicht ganz gering ausfällt kein Problem.

Der Inhalt des Systainers

Der Inhalt des Systainers

Als nächstes müssen natürlich erst mal sämtliche Verstellmöglichkeiten an der Maschine ausgetestet werden. Alle Verstellmöglichkeiten sind einfach und leicht zu bedienen und der Sägeblattwechsel geht dank des Entriegelungsmechanismus wunderbar leicht von der Hand. Auch der Ein/Aus-Schalter ist prima zu bedienen und verhindert durch die Platzierung ein unbeabsichtigtes Abschalten während des Sägens.
Alles in allem kann man zusammenfassend sagen: Bis hierhin erfüllt die 4351 FCTK alle Erwartungen die man Hinsichtlich Verarbeitung, Bedienbarkeit und Qualität an eine Maschine von Makita (aber auch von anderen Herstellen mit diesem Qualitätsanspruch) hat. Bisher habe ich das gute Gefühl, dass diese Maschine jeden Cent Wert ist.
Dies gilt es nun im realen Einsatz unter Beweis zu stellen.
Heute ist für kein wirkliches Projekt mehr genug Zeit, aber ein paar Schnitte wollen einfach gemacht sein. Also schnell ein Kantholz aus der Ecke geholt und ein Scheibchen abgeschnitten. Die Säge geht durch das 80mm Holz wie durch Butter. Das Schnittbild ist absolut sauber, kein ausfransen und kein
ausreißen. Nun will ich aber auch noch wissen ob der Schnitt auch tatsächlich winklig ist. Also ein Griff zum Winkel und es zeigt sich nicht die geringste Abweichung. So muss das aussehen und nicht anders. Dieser erste Test war also absolut vielversprechend. Alles weitere wird sich dann in den kommenden Tagen zeigen.

 

Der große Einsatz

Der Bau des Gartenpavillons aus Douglasie soll also heute Beginnen. Hier muss die Säge nun zeigen was in Ihr steckt.
Die Hölzer sind bis zu 90mm stark und Douglasie ist nicht das aller weichste Holz, auch wenn es noch lange kein Hartholz ist.

Die 4351 FCTK im Einsatz

Die 4351 FCTK im Einsatz

Das einfache Ablängen klappt wie schon bei den Testschnitten absolut winklig und ohne auszureißen, also hier wie schon erwartet alles bestens. Als nächstes sind Ausklinkungen an der Reihe, und dass heißt, nicht nur quer zur Faser, sondern auch mit der Faser zu schneiden. Auch hier treten keinerlei Probleme auf und das Ergebnis überzeugt mit sauberem Schnittbild und Winkeltreue. Bei keiner der Verklinkungen war beim Zusammenbau ein nacharbeiten oder übermäßige Gewalt erforderlich. Dies ist mir bei vorangegangenen Projekten mit „billigen“ Stichsägen aus Baumarkt oder Discounter nicht gelungen.
Zum Abschluss heißt es noch Rauspundbretter der Länge nach zu schneiden, Nut und Feder sollen weichen. Dies ist nun eigentlich nicht der Einsatzbereich, für den man eine Stichsäge wählen würde, zumal wenn man eine Tauchsäge in seinem Werkzeugkeller hat. Trotzdem will ich diesen etwas ungewöhnlichen Einsatzbereich auch einmal Austesten, schließlich kann nicht jeder auf Tauchsäge und Führungsschiene zurückgreifen. Also angezeichnet und losgelegt. Die Säge lässt sich auch über größere Längen sehr gut und genau führen. Kein Verziehen und auch kein Verkanten des Sägeblattes. Mit einem Paralellanschlag oder einem Führunsschienenadapter wäre das Ergebnis vermutlich perfekt gewesen, aber auch so ist es augenscheinlich ein sauberer gerader Schnitt, erst beim Anlegen der Führungsschiene fallen minimale Ungenauigkeiten auf. Für die nächsten Schnitte nehme ich dann aber doch wieder die Tauchsäge her, vor allem die Zeitersparnis ist hier natürlich deutlich zu spüren und das kleine bisschen mehr Qualität ist immer gerne gesehen. Gezeigt hat sich hier aber eins ganz deutlich, wer keine Tauchsäge hat, braucht sich mit dieser Stichsäge auch bei solchen langen und geraden Schnitten nicht vor dem Ergebnis zu fürchten.

 

Abschließende Kurvenschnitte

Leider reichte meine Zeit nicht mehr um das Zweite Projekt auch noch anzugehen. Da ich diesen Test aber nicht ohne ein paar Kurvenschnitte abschließen möchte habe ich mich gerade nochmal schnell in die Werkstatt begeben und ein Sägeblatt für Kurvenschnitte in die Maschine eingelegt. Die Gehäuseform macht es einem wirklich leicht die Maschine präzise zu Führen. Auch bei engeren Radien gelingt dies noch ohne Probleme und es ist nicht das geringste ruckeln zu Spüren. Das Sägeblatt läuft immer genau in der Linie und wird durch die Maschine perfekt geführt. Nun will ich das ganze auch noch einmal mit von unten angesetzter Säge testen, schließlich kann dies je nach Oberflächenbeschaffenheit auch mal notwendig sein. Auch hier zeigt sich wieder der Vorteil, den diese Gehäuseform bietet. Die Säge liegt sicher in der Hand und lässt sich sehr Präzise führen. Bei allen Schnitten fällt aber eines ganz besonders auf. Das Gewicht der Maschine macht sich positiv bemerkbar. Bei schnitten von oben wird somit das leichte „hüpfen“ durch die Vibration der Säge effektiv verhindert und bei den Schnitten von Unten hat man ein gutes Gegengewicht welches ein zu starkes nach oben drücken verhindert. Natürlich ist dennoch eine gute und gefühlvolle Führung der Säge erforderlich, aber diese Säge macht einem dies wirklich einfach.

 

Mein Fazit

Als Fazit kann ich nur sagen, die Makita 4351 FCTK hat meine Erwartungen in allen Punkten voll erfüllt und teilweise sogar übertroffen. Mit dieser Stichsäge hat man in meinen Augen ein absolutes Top Werkzeug was nicht nur den ambitionierten Heimwerker, sondern vermutlich auch den Profi nicht im Stich lässt. Zugegeben der Preis ist nicht gerade niedrig (dies gilt aber auch für vergleichbare Produkte anderer Hersteller) aber die Säge ist für mich jeden Cent wert.

Die Stichsäge überzeugt auf ganzer Linie

Die Stichsäge überzeugt auf ganzer Linie

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5 Kommentare »

 
  • Hans sagt:

    Ich habe eine Bohrmaschine von Makita seit Jahren in gebrauch und bin schwer begeistert. Ich benutze sie im Trockenbau und habe bisher noch nie Probleme gehabt.

    Dass Makita auch gute Stichsägen macht, habe ich bisher nicht gewusst. Danke für die Info.

  • Ben sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für diesen ausführlichen und sehr interessanten Testbericht! Ich habe mir die Makita 4351 FCTK vor einer Woche gekauft und ich in auch schwer begeistert. Sie entspricht in allen Punkten voll und ganz meinen Erwartungen. Die beste Stichsäge mit der ich bis jetzt gearbeitet habe. Und ich arbeite bereits über 20 Jahren mit Stichsäge und Co. 🙂

  • Peter sagt:

    Diese Stichsäge habe ich schon seit Jahren und sie sägt und sägt und sägt… sehr solides Gerät. Immer verlässlich! So ein Gerät überlebt meistens Jahre oder sogar Jahrzehnte 🙂

  • Schotti sagt:

    Schöner langer ausführlicher Bericht, hat mir Spaß gemacht ihn zu lesen. Ich glaube ich gehe von Bosch weg – echt eine prima Stichsäge.

  • Ribon sagt:

    hab seit jeher Makita Akku Maschinen, waren früher super leistungsstarke Dinger, allerdings halten die neuen Li-Ionen Akkus nix mehr aus, unter +5 Grad is der Akku gleich leer, zum Aufladen wär recht ins Warme damit, und mittlerweile habns a neue Bauform rausgebracht, sodass nix mehr zammpasst. Finde den Preis absolut nicht mehr gerechtfertigt!

 

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